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26.12.2021

Pfarrer Georg Stockert im 70. Lebensjahr verstorben

Mag. Georg Stockert, Pfarrer von Aspern ist am Tag des hl. Stephanus, dem 26. Dezember 2021 nach langer schwerer Krankheit im 70. Lebensjahr zu Gott heimgegangen.

Georg Stockert, 1952 in Wien geboren, trat nach dem Präsenzdienst in das Wiener Priesterseminar ein und studierte Theologie in Wien und Freiburg im Breisgau. Sein Diakonat verbrachte er in der Pfarre Kaiserebersdorf und wurde am 29. Juni 1977 im Stephansdom durch Kardinal Dr. Franz König zum Priester geweiht. Zunächst Kaplan in St. Brigitta, wurde er Studienpräfekt im Knabenseminar Sachsenbrunn und war gleichzeitig Aushilfseelsorger in verschiedenen Pfarren des Wechselgebiets.


Am 20. Oktober 1984 wurde Stockert von Kardinal König feierlich in sein Amt als Pfarrer von Wien-Rudolfsheim eingeführt, das er bis 1993 innehatte. Unter seiner Führung wurde die Rudolfsheimer Kirche innen generalsaniert. Besonders aktiv war er im karitativen Bereich. So oft er konnte, nahm er selbst an der Lebensmittelverteilung teil und machte in der Wärmestube mit.
Mit 1. September 1993 wurde er Pfarrer von Aspern in Wien-Donaustadt, wo er bis zu seinem Tod wirkte.


Pfarrer Stockert verstarb nach längerer, schwerer Krankheit in den frühen Morgenstunden des Stefanitages. Kardinal Schönborn, der ihn noch wenige Tage zuvor besucht hatte, drückte der Gemeinde seine Anteilnahme aus: „Mit  allen im Gebet verbunden“, so der Wiener Erzbischof, denke er dankbar an diesen vorbildlichen Hirten und danke der Gemeinde für deren Liebe zu ihrem Pfarrer.

 

"Als jahrzehntelanges, engagiertes Mitglied,  war Georg Stockert auch das am längsten wirkende Mitglied der Liturgischen Kommission unserer Erzdiözese", so Mag. Martin Sindelar, Leiter des Referates Bibel-Liturgie-Kirchenraum der Erzdiözese Wien. in einer Stellungnahme anlässlich des Todes von Pfarrer Stockert. "Seit 1986 hat er die Erzdiözese Wien auch in der Liturgischen Kommission der Österreichischen Bischofskonferenz vertreten. Unzählig sind die Arbeitsgruppen, in denen er ohne großem Aufsehen mitgewirkt hat, zuletzt bei der Erarbeitung des neuen Rituales für Fronleichnam.Die gefeierte Liturgie unserer Diözese und darüber hinaus trägt auch seine Handschrift! Darüber hinaus war er ein gewissenhafter Direktorist und Vorbild in seinem priesterlichen Wirken."

 

Die Pfarrgemeinde Aspern hat ihren Nachruf in Form eines Gebetes für Pfarrer Stockert veröffentlicht. Dort heißt es:

Wir vermissen Georg, unseren „Pfarrer für alle“, Wegbereiter, Fürsprecher, Vorbild. Wir bleiben verständnislos und unglücklich zurück. Doch wir erinnern uns an Georgs großes Gottvertrauen und versuchen dies auch.
Wir vertrauen ihn unserem Vater im Himmel an, dem er sein Leben lang treu gedient hat: Bitte hebe ihn auf Deinen zärtlichen Armen in den Himmel empor,
wie Georg im Kindergarten jahrzehntelang die Kleinsten spielerisch hochgehoben hat. Bewahre und beschütze ihn an Deinem liebevollen Herzen. Denn Georg war für Arme und Bedrängte da und hat große Sozialprojekte initiiert und mitgetragen. Erfreue ihn mit Deiner himmlischen Musik, denn Georg hat Oper und Kirchenmusik so geliebt. Schenke ihm jetzt seinen Platz im Gottesdienst des Himmels. Georg hat täglich mit Hingabe und Freude gebetet und die Heilige Messe gefeiert. Nimm ihn auf in Deine grenzenlose und bergende Weite.
Georg hatte ein weites und offenes Herz, Interesse an Vielem, beeindruckendes Wissen und Aufgaben über die Pfarre hinaus in der Erzdiözese Wien und für ganz Österreich. (Zum gesamten Text)


Pfarrer Georg Stockert wird am Freitag, den 7. Jänner 2022, ab 10:00 Uhr in der Pfarrkirche Aspern aufgebahrt, um allen die Möglichkeit zu geben sich zu verabschieden. 

Um 13:00 Uhr findet das feierliche Requiem in St. Martin statt; nach dem Gottesdienst wird er um 15:00 Uhr im Grab der Pfarre am Friedhof Aspern beigesetzt.

Wegen der coronabedingten Beschränkungen ist die Zahl der Gläubigen, die in die Kirche eingelassen werden können, limitiert.

Der Gottesdienst wird über Lautsprecher ins Freie übertragen.