Bis zu Letzt nahm Pater Johannes am Ordensleben, der Kirche und der Gesellschaft teil. Seinen 100. Geburtstag konnte er aber nur noch im Bett feiern.
Pater Johannes wurde am 26. November 1920 in Graz geboren. Nach seiner Matura Anfang der 1940er Jahre in den Wirren der Kriegsjahre eingetreten, musste er sein Noviziat unterbrechen und seinen Militärdienst in Freiburg im Breisgau ableisten. 1946 konnte er die Profess auf den Orden ablegen. 1955 schloss er seine Studien in Theologie und Philosophie mit einem Doktorat in Fribourg in der Schweiz ab.
Nach seiner Priesterweihe am 23. Juli 1950 war Pater Johannes als Katechat in Wien und mit priesterlichen Aufgaben beschäftigt. Ab 1957 dozierte er Theologie in Klosterneuburg und ab 1977 Philosophie in Heiligenkreuz (bis 1994). Seit 1984 wirkte er als Beichtvater im Stephansdom.
Seine letzten Jahre waren gekennzeichnet von zunehmenden gesundheitlichen Gebrechen, die es notwendig machten, dass er in private Pflege gehen musste. Sein Geist war bis zu Letzt wach und interessiert.
"Mit Dankbarkeit geben wir unseren Mitbruder in die Hände Gottes zurück", so die Mitbrüder aus dem Dominikanerorden in Wien.
Das Requiem und die anschließende Beisetzung in der Gruft des Dominikanerklosters Wien findet coronabedingt am Montag, 18. Jänner 2021, um 11.00 Uhr nur im engsten Kreis statt.