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30.08.2019

Der uns beschützt und hilft zu leben

Als Einstimmung zum Beginn es neuen (Schul-) Arbeitsjahres über die Anfänge unserer großen Gebete nachsinnnen.

 

 

Sie können das Zitat von Hermann Hesse vielleicht nicht mehr hören: „Jedem Anfang wohnt ein Zauber inne“. Aber wenn nun das neue Arbeitsjahr anfängt  und Sie sich vielleicht gar nicht darüber freuen oder mit dem Alltag auch die Existenzängste zurückkehren, möchte ich Ihnen erzählen, wie ich mich gerne diesem Zauber der Anfänge bediene: Indem ich über die Anfänge unserer großen Gebete nachsinnne.  


Etwa das Magnifikat: „Meine Seele preist die Größe des Herrn, und mein Geist jubelt über Gott, meinen Retter.“ Ist das nicht überwältigend?

 

Mein Lieblings-Gebetsanfang steht im Glaubensbekenntnis: „Ich glaube an Gott, den Vater, den Allmächtigen.“ Weiter komme ich da oft schon gar nicht mehr, weil mich der Gedanke überwältigt: Gott schaut in Sorge und Liebe auf mich wie ich auf meine eigenen Kinder – oder noch viel mehr! Er ist ja allmächtig.


Ich habe lange nach einem Ausdruck der Geborgenheit gesucht, die der Glaube an den allmächtigen Vater mir gibt.

 

Jetzt habe ich ihn  gefunden, ganz unvermutet und in antiquierter Sprache, in der fast nie gesungenen zweiten Strophe von „Wohin soll ich mich wenden“, die sich an den Vater richtet: 

 

„Ach, wenn ich dich nicht hätte,

was wär mir Erd und Himmel?

Ein Bannort jede Stätte,

ich selbst in Zufalls Hand.

Du bist‘s, der meinen Wegen

ein sichres Ziel verleihet,

und Erd und Himmel weihet

zu süßem Heimatland.“