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27.06.2019

"Peace-Ride" mit Papst-Harley macht in Heiligenkreuz Station

60 "Jesus-Biker" fahren von Würzburg nach Rom. Von Papst Franziskus bereits signierte und extra angefertigte Papst-Harley-Davidson wird für Waisenhaus in Uganda versteigert.

60 "Jesus-Biker" fahren im Rahmen eines "Peace-Ride" aus dem deutschen Würzburg nach Rom und machen am 1. Juli Station im Stift Heiligenkreuz in Niederösterreich. Mit dabei ist auch eine von Papst Franziskus bereits signierte und extra für ihn angefertigte Papst-Harley-Davidson. Das von einer deutschen Firma hergestellte Unikat soll nach dem Peace-Ride zugunsten eines Projekts von Missio Österreich versteigert werden, wie das Stift Heiligenkreuz und Missio am Donnerstag mitteilten.

 

Die Fahrt der "Jesus-Biker" beginnt am kommenden Samstag in Würzburg. Stationen an der rund 1.900 Kilometer lange Strecke sind u.a. Altötting, Heiligenkreuz und Assisi. Im Stift Heiligenkreuz wird Pater Johannes Paul Chavanne am 1. Juli um 18 Uhr eine Messe in der Katharinenkapelle feiern, die auch auf dem katholischen Sender EWTN übertragen wird.

 

Am Ende des Peace-Rides feiert der Nationaldirektor von Missio Österreich, Pater Karl Wallner, mit den Jesus-Bikern am 6. Juli (15.30 Uhr) einen feierlichen Gottesdienst in der Basilika Sankt Paul vor den Mauern. Da es im Juli keine wöchentlichen Generalaudienzen mit dem Papst gibt, wird Franziskus die Jesus-Biker am Sonntag, 7. Juli, auf dem Petersplatz von seinem Arbeitsfenster aus beim mittäglichen Angelusgebet begrüßen. Danach wird die Papst-Harley Missio Österreich zur Versteigerung übergeben.

 

Der Erlös aus dem Motorrad-Verkauf wird zur Unterstützung eines Waisenhauses in Uganda verwendet. In einer Einrichtung der Father Bash Foundation in der Diözese Mbarara in Uganda finden Babys und Kleinkinder, die von ihren Eltern ausgesetzt wurden, ein liebevolles Zuhause und bekommen später eine gute Grundschulbildung.

 

Dank für die Initiative

Missio-Nationaldirektor P. Wallner zeigte sich in einer Aussendung sehr dankbar über die Initiative: "Das Ganze ist durch eine persönliche Freundschaft mit dem Gründer der Jesus-Biker entstanden. Es passiert hier doppelt Gutes: Wir machen auf kreative Weise Werbung für den christlichen Glauben und gleichzeitig helfen wir Kindern und Babies in Uganda."

 

Wallner freute sich, dass die Initiative im Vorfeld des Außerordentlichen Monats der Weltmission Oktober 2019 gesetzt wurde: "Wir hoffen auf einen Liebhabererlös! Es ist schön, dass wir auf so eine besondere Art in Afrika Gutes tun können."

 

Die "Jesus Biker" aus Würzburg wurden 2014 gegründet und bestehen aktuell aus rund 40 christlichen Bikerinnen und Bikern unterschiedlichster Konfessionen. Sie bekennen sich zu ihrem Glauben und engagieren sich regelmäßig für den guten Zweck. Mit dem "Peace-Ride" wollen sie Menschen wieder für den Glauben an Gott sensibilisieren und ihnen zeigen, dass sich die Liebe zum Motorrad fahren und zur Friedensbotschaft Jesu nicht ausschließen müssen, so das Anliegen von Jesus-Biker-Gründer Thomas Draxler.

 

Es ist übrigens nicht die erste Harley für Franziskus. Bereits im Juni 2013 schenkte der Motorradbauer selbst dem Papst eine "Dyna Super Glide" mit 1.585 Kubikzentimeter Hubraum. Auf dem Tank stand der Namenszug "Francisco". Eine Auktion in Paris erbrachte schließlich 241.500 Euro. Der Erlös kam der Obdachlosen-Unterkunft der Caritas am römischen Hauptbahnhof zugute.