Weltweit ist eine wachsende Verbreitung von Ideologien der Ungleichwertigkeit und gesellschaftlicher Ausschließung zu beobachten, die scheinbar immer salonfähiger werden.
Papst Franziskus hat dieses Phänomen wiederholt mit dem Wort „Wegwerfkultur“ bezeichnet – Menschen werden zu „Ausschussware“, wenn sie für das herrschende politische und wirtschaftliche System nicht brauchbar sind. „Das passiert“, so Papst Franziskus, „wenn im Zentrum eines Wirtschaftssystems der Götze Geld steht und nicht der Mensch, Ebenbild Gottes, geschaffen, um Herr des Universums zu sein.“
Gleichzeitig spricht er von einer „armen Kirche für die Armen“, die „an die Ränder geht“ und dort gerade von den Armen und Ausgeschlossenen lernt und evangelisiert wird.
Wer an die Ränder geht, gelangt zur Mitte der christlichen Botschaft – der Papst initiiert damit eine dem Evangelium gemäße Umkehrung der Verhältnisse, einen grundlegenden Perspektivwechsel: Was wir bislang für die Peripherie gehalten haben, wird zum Zentrum. Was also bedeutet unter diesen Vorzeichen „Mission“ und „Jüngerschaft“? Welche Antworten gibt die Kirche auf die verschiedenen Formen der Ausschließung und Entwürdigung weltweit – bei uns und in den Ländern des Südens? Was können wir daraus für unser Selbstverständnis als Kirche und unser weltkirchliches Engagement lernen?
ENCUENTRO 2019 lädt Sie dazu ein, konkrete Erfahrungen von einer Kirche kennenzulernen, die „an die Ränder geht“, die von den armen, entrechteten und ausgeschlossenen Menschen von den Rändern her verwandelt wird und die Gesellschaft verändert.
Impulse von Armenpfarrer und VinziWerke-Gründer Wolfgang Pucher CM und Didier Ouedraogo und Odette Savadogo von der Caritas Burkina Faso, Dialoggespräche, Workshops und gemeinsames Feiern sollen unseren missionarischen Auftrag in der Welt von heute als Jünger*innen Christi neu verständlich werden lassen und Mut zu entschlossenem Handeln geben.