Die Leitung der Ordinariatskanzlei ist eines jener Ämter, die in der katholischen Kirche für jede Diözese vorgeschrieben sind. Der Kanzler ist dafür zuständig, dass Beschlüsse des Bischofs oder seiner Stellvertreter ordnungsgemäß beurkundet und veröffentlicht werden und damit kirchenrechtliche Gültigkeit erlangen. Darüber hinaus ist er in Wien traditionsgemäß für die Diözesanleitung auch der Fachreferent für alle Fragen des Kirchenrechts.
Mick, der heuer 68 Jahre alt wird, hat den Erzbischof um eine Ablöse gebeten, um sich ganz seinen Aufgaben als Pfarrer der Pfarre St. Paul in Döbling in Wien XIX widmen zu können.
Neuer Ordinariatskanzler wird Gerald Gruber, der in Wien Theologie und in Rom und Münster Kirchenrecht studiert hat. Gruber war Pfarrmoderator in der niederösterreichischen Pfarre Ebergassing, bevor er 2013 als Kurienbeamter in die deutschsprachige Abteilung der Kleruskongregation im Vatikan berufen wurde.
Erzbischof Kardinal Christoph Schönborn würdigte den scheidenden Kanzler Mick: „Ich bin ihm für seine langjährige treue und höchst kompetente Mitarbeit sehr dankbar. Er ist einer von den Stillen, aber wenn er etwas sagt, blitzt oft sein köstlicher Sinn für Humor auf.“ Besonders hob der Erzbischof hervor, dass Walter Mick „immer beides zusammengetan hat: sein Amt in der Diözesanadministration und seinen Dienst als Seelsorger, zuerst in der Pfarre Mauerbach, dann in St.Paul“. Auch am Nachfolger Gerald Gruber schätzt Kardinal Schönborn „die Verbindung von reicher seelsorglicher Erfahrung und hoher kirchenrechtlicher Kompetenz. Ich freue mich auf die Zusammenarbeit!“