Donnerstag 21. Mai 2026

Schnellsuche auf der Website

Grünewald-Verlag
12.04.2019

Sklaven oder Partner Gottes

Hubert Philipp Webers Buch über die Schöpfungsgeschichte bietet eine Verstehenshilfe für den Glauben an Gott, den Schöpfer des Himmels und der Erde an.

 



In sieben Schritten skizziert Hubert Philipp Weber, Lehrbeauftragter an der Universität Wien für Dogmatik und Erzbischöflicher Sekretär sowie theologischer Mitarbeiter von Kardinal Christoph Schönborn, die wesentlichen Aspekte einer christlichen Schöpfungstheologie.

 

Dabei zeigt er, das Theologie und Naturwissenschaften verschiedene Fragestellungen und Methoden haben, die auch zu verschiedenen Ergebnissen führen.

 

Die Theologie geht von den Grundfragen aus, sie fragt daher auch nach dem Woher des Bösen. Besonders lehrreich ist das Kapitel über die „Biblischen Schöpfungserzählungen als Antwort auf Schöpfungsmythen“. Bei letzteren ist die Schöpfung ein Produkt der Gewalt und die Menschen sind Sklaven der Gottheiten, im Buch Genesis hingegen ist die Schöpfung ein von Gott dem Menschen gegebener Lebensraum, die Menschen sind hier Partner Gottes.

 

Das faszinierende Buch bietet weiters einen Durchgang zum Thema „Schöpfung“ durch die Heilige Schrift und einen Weg der Schöpfungstheologie durch die Geschichte. Dabei klärt Weber auch einige Legenden rund um Galileo Galilei auf.

 

Weber sucht das Gespräch mit der physikalischen Kosmologie und mit der Evolutionstheorie, er bedenkt in seinem Buch auch, dass die Schöpfung ein Ziel, die Vollendung in Gott hat.

 

Auch die Theologie der Schöpfungs-Enzyklika „Laudato si“ von Papst Franziskus wird gewürdigt.


Mein Fazit:
Eine gelungene, anregende Darstellung der Schöpfungstheologie. Sehr empfehlenswert