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22.01.2019

Jubiläum der Piaristenpfarre Maria Treu

Kardinal Christoph Schönborn feierte 300-Jahr-Jubiläum mit der Piaristenpfarre.

„Maria Treu, dieser Name hat mich schon seit Langem bewegt“, so Kardinal Christoph Schönborn zu Beginn seiner Predigt in Maria Treu am Sonntag, 20. Jänner 2019. Dabei machte der Wiener Erzbischof auf die Verbundenheit der Gemeinde mit Maria aufmerksam und die Tatsache, dass „Gott treu bleibt“, auch wenn die Menschen ihn vergessen.

 

Der Generaldelegierte der Piaristen in Österreich, Pater Jean de Dieu Tagne SP, kam in seiner kurzen Rede auf die wichtigen Ziele des Jahres 2019 zu sprechen: „Dies ist der Tag, den der Herr gemacht hat, ein Tag der Feier und der Freude“. Pater Jean de Dieu zeigte sich beeindruckt von 300 Jahre Piaristenpfarre Maria Treu: „Eine 300-jährige Reise beinhaltet Höhen und Tiefen. Unsere ruhmreiche Geschichte hat schwere Zeiten hinter sich“. Gleichzeitig sieht Pater Jean de Dieu die Feierlichkeiten als einen Neuanfang und einen Aufruf für die Zukunft: „Wir müssen uns systematisch um Jugendpastoral und Familienpastoral kümmern. Diese Begleitung durch ganzheitliche Erziehung ist die DNA der Piaristen.“

 

Älteste bestehende Piaristenpfarre

Die Piaristen wurden 1617 vom Hl. Joseph Calasanz (1557-1648) gegründet mit dem Anliegen vor allem armen Kindern eine Schulbildung zu ermöglichen. Joseph Calasanz proklamierte das Recht auf Bildung aller Kinder und hatte großen Erfolg, da er auf die Herausforderungen und Bedürfnisse seiner Zeit reagierte.

 



Bereits 1697 durften die Piaristen eine Niederlassung (Kollegium, Kirche und Schule) vor den Toren Wiens errichten. In weiterer Folge entstand im Jahr 1719 die Piaristenpfarre Maria Treu. Sie ist damit die weltweit erste und älteste bestehende Piaristenpfarre. Die Kirche Maria Treu mit ihrer Zweiturmfassade, eingerahmt von Kollegium und Volksschule einerseits und dem öffentlichen Piaristengymnasium, Pfarrzentrum und Kindergarten andererseits, bildet heute den religiösen Mittelpunkt des Pfarrgebietes.