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10.01.2019

Missio bittet um Gebet für den Glauben fernstehender Menschen

2017 gegründete "Gott-kann"-Bewegung greift Idee der Gründerin auf.

Missio Österreich hat den 157. Todestag der Gründerin der "Päpstlichen Missionswerke", Pauline Marie Jaricot, am 9. Jänner 2019 zum Anlass genommen, um dazu aufzurufen, die Organisation beim Gebet für Menschen, die dem Glauben fern sind, zu unterstützen. Seit 2017 erfolgt das im Rahmen der "Gott-kann"-Bewegung, die dazu einlädt, jeden Tag ein Gesätzchen des Rosenkranzes für einen dem Glauben fernstehenden jungen Menschen zu beten, erläuterte Missio-Nationaldirektor P. Karl Wallner am Donnerstag, 10. Jänner 2019 in einer Aussendung.

 

Die Organisation greift damit die Grundidee Jaricots auf, die die "Päpstlichen Missionswerke" im 19. Jahrhundert als Werk der Glaubensverbreitung durch das Gebet in Frankreich gegründet hatte.

 

Hinter dem 1822 gegründeten Werk stehe ein geniales Prinzip: "Die damals 23-Jährige sammelte zehn Beter, die sich zusammenschlossen, um für die Weltkirche zu beten. Jeder dieser Beter hatte die Aufgabe, zehn weitere zum Gebet zu motivieren", erläuterte P. Wallner. Auf diese Weise dehnte sich die Bewegung schnell von Frankreich in den ganzen europäischen Raum aus. Bald waren im sogenannten "Lebendigen Rosenkranz" zwei Millionen Menschen im Gebet für die Weltmission vereint.

 

Auch heute habe der Ansatz der "Powerstrategin" für christlichen Wachstum Gültigkeit. "Um Großes zu tun, muss man nicht eine ultracharismatische Führungspersönlichkeit sein. Auch mit kleinen strategischen Ideen kann viel entstehen - das hat Pauline Marie Jaricot gezeigt", so der Missio-Nationaldirektor. Als "soziale Vorkämpferin" und "Mutter der Mission" ist Jaricot für P. Wallner bis heute Vorbild für die Arbeit der "Päpstlichen Missionswerke", deren Ziel es sei, "ein universales und effizientes System der solidarischen Unterstützung zu etablieren". "In all unseren fast 800 Projekten wollen wir jenen helfen, die es am notwendigsten brauchen. Dabei machen wir keinen Unterschied, woher die Menschen kommen oder welcher Religion sie angehören."