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28.12.2018

Sternsinger bei Bundeskanzler Sebastian Kurz: "Wagen Sie eine Politik der Menschlichkeit"

Traditioneller Besuch der Sternsinger im Bundeskanzleramt bei Sebastian Kurz

Ihren traditionellen Besuch im Bundeskanzleramt zum Auftakt der heurigen Sternsingeraktion haben die Sternsinger mit einem politischen Appell zu mehr Menschlichkeit und einer Unterstützung der nachhaltigen Entwicklungsziele (Sustainable Development Goals, SDG) verbunden. "Zeigen Sie Mut, wagen Sie eine Politik der Menschlichkeit und unterstützen Sie den Aktionsplan der nachhaltigen Entwicklungsziele", appellierten die Sternsinger an Bundeskanzler Sebastian Kurz. Das Ziel der Politik müsse das "Wohlergehen und friedvolle Miteinander aller Menschen" und auch der zukünftigen Generationen sein. Die Verpflichtung dazu gehe nicht zuletzt von der Allgemeinen Erklärung der Menschenrechte (AEMR) aus, die vor 70 Jahren verkündet wurden, erinnerten die Sternsinger.

 

Enzyklika "Laudato si" als Geschenk

 

Als Geschenk überreichten die Sternsinger, die heuer aus der niederösterreichischen Gemeinde Pfaffstätten kamen und vom dortigen Bürgermeister Christoph Kainz begleitet wurden, eine Ausgabe von Papst Franziskus' Enzyklika "Laudato si" an Bundeskanzler Kurz. Darin erinnert Papst Franziskus an die dramatischen Folgen des Klimawandels gerade für die ärmsten Menschen und mahnt zu einer an den Nachhaltigkeitszielen orientierten Politik.

 

Zivilgesellschaftliches Engagement immer gefragt

 

Bundeskanzler Sebastian Kurz dankte seinerseits den Sternsingern für ihr Engagement und unterstrich, dass sich die Bundesregierung bemühe, im Bereich der Entwicklungszusammenarbeit und des Auslandskatastrophenfonds ihren Beitrag zu leisten. So seien die Mittel für den Auslandskatastrophenfonds seit seiner Zeit als Außenminister vervierfacht worden - "auch wenn es natürlich immer Luft nach oben gibt", sagte Kurz. Zugleich würdigte der Bundeskanzler das zivilgesellschaftliche Engagement im Bereich der Entwicklungszusammenarbeit: "So viel staatliches Engagement kann es gar nicht geben, dass es ausreichen würde. Es braucht immer auch das zivilgesellschaftliche Engagement."