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20.12.2018

Was ist, wenn nichts mehr hält?

Der anglikanische Pastor Phil Williams kommt nach Wien und erzählt, wie er die Erfahrung macht, dass der Glaube im Leben tragen kann.

Phil Williams ist Pastor der anglikanischen Pfarre St. Paul's Shadwell in London. Beim Gebetsabend "Let's make it real" am 10. Jänner 2019 in der Wiener Kirche St. Florian im fünften Bezirk wird er seine Lebensgeschichte erzählen und wie Gott und der Glaube ihn und seine Familie durch das Leben trägt.

 

"Wir sind schwanger"

Phil ist verheiratet mit Charlotte. Zehn Jahre haben sie auf die Geburt ihrer Tochter Adelaide gewartet und haben während der Schwangerschaft eine schlimme Zeit durchgemacht. "Es sollte der aufregendste Tag in unserem Leben werden", erzählt Phil. "Meine Frau Charlotte war schwanger und wir gingen ins Krankenhaus für die erste Ultraschalluntersuchung. Aber als wir dort waren, sagte man uns, es gäbe ein Problem. Die Lunge des Embryos würde sich wahrscheinlich nicht entwickeln können. Was bedeuten würde, dass wenn das Baby auf die Welt kommt, es wahrscheinlich nicht in der Lage wäre zu atmen."

 

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Wird Gott heilen?

Charlotte und Phil gingen Monat für Monat ins Krankenhaus, um eine schlechte Nachricht nach der anderen zu hören. "Wir hatten keine Antworten, wir wussten einfach nicht, was das Problem war. Auch die Ärzte konnten nicht weiterhelfen. Wir wussten nur, dass es nicht so war, wie es sein sollte", sagt Phil. Er und seine Frau bekamen Zweifel an ihrem Glauben: "Wir haben gesehen, dass Gott Menschen geheilt hat, aber auch dass Menschen nicht geheilt wurden. Wir wissen, dass Gott heilen kann. Aber wir wussten nicht, ob er es tun würde. Das war so unendlich schwer für uns." In dieser Zeit des Gefühls, dass ihr Glaube nicht stark genug sei, "haben wir gesehen: Es gibt Menschen, die uns in dieser Situation nicht alleine lassen. Sie weinten und lachten mit uns, sie ermutigten uns. Menschen, die für uns die Hoffnung und den Glauben hatten", sagt Phil Williams.

 

Das letzte Wort war noch nicht gesprochen

Es war spät in der Nacht Anfang Jänner, als Charlotte plötzlich aufsprang. Die Fruchtblase war geplatzt. "Wir sprangen sofort ins Auto, rasten durch London, um so schnell wie möglich ins Krankenhaus zu kommen, und hetzten in den Operationssaal", erzählt Phil. Kurz vor der Entbindung nahm der Arzt ihn zur Seite und sagte: "Mister Williams, sie müssen verstehen, dass wir nicht damit rechnen, dass ihr Kind überleben wird." Phil dachte nur: "Lasst es uns endlich hinter uns bringen. Ich saß an Charlottes Kopf und das nächste, was ich weiß, war, als sie Adelaide hochhielten und sie sofort anfing zu weinen. Ein Schrei und plötzlich wussten wir das letzte Wort war noch nicht gesprochen. Da war mehr. Da war Leben. Da war sie unser Baby, von dem die Ärzte gesagt haben, sie würde niemals atmen. Endlich konnte ich unser kleines Mädchen in den Arm nehmen. All der Schmerz und die negativen Momente Monat um Monat, in denen wir tapfer sein mussten, waren zu diesem Zeitpunkt wie weggeblasen."

 

In Wien

Phil Williams wird beim Impulsvortrag in Wien auch über seine Freude und Dankbarkeit sprechen: "Denn wir dürfen uns bewusst sein, dass wir Gott vertrauen können, dass er das Beste für uns hat. Denn er liebt uns."