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03.12.2018

Nachfolge, nicht Bewunderung Jesu

Christoph Benke schrieb eine faszinierende „Geschichte der christlichen Spiritualität“.

 

 

Von Anfang an haben Frauen und Männer den Ruf zur Nachfolge Jesu verspürt. Dabei spielten bestimmte Jesus-Worte eine Rolle, etwa das Evangelium vom „reichen Jüngling“ (Markusevangelium 10,17-22).

 

Der Wiener Studierendenseelsorger Christoph Benke zeigt in seinem Buch „In der Nachfolge Jesu. Geschichte der christlichen Spiritualität“, wie sich in den zweitausend Jahren Christentumsgeschichte so unterschiedliche Frauen und Männer wie Benedikt, Bernhard von Clairvaux, Franz und Klara von Assisi, Teresa von Avila, Ignatius von Loyola oder Therese von Lisieux auf das Abenteuer ihrer Berufung eingelassen haben.

 

Benke beschreibt auch „aktuelle“ Jesus-Nachfolger wie Ruth Pfau oder den französischen Gendarmen Arnaud Beltrame, der sich bei einem islamistisch motivierten Überfall auf einen französischen Supermarkt im Jahr 2018 als Geisel zur Verfügung stellte und vom Attentäter getötet wurde. Hier kann Nachfolge als „Sich-Ausliefern“ verstanden werden.

 

War die radikale Nachfolge Jesu oft lange Jahrhunderte ausschließlich auf den klösterlich-monastischen Bereich beschränkt, so entdeckten im Laufe der Zeit  auch Frauen und Männer, die als Laien leb(t)en, ihren Weg in der Spur Jesu.

 

Es geht nicht um Bewunderung Jesu, sondern um Nachfolge. Die intensive Freundschaft mit Jesus Christus ist die Quelle dieses Christseins.

 

Benke würdigt auch die spirituellen Aufbrüche der Gegenwart und formuliert Kennzeichen, die eine echte christliche Spiritualität ausmachen.

 

Mein Fazit:

Eine äußerst empfehlenswerte Lektüre. Besonders auch für all jene, die ihren Weg der Nachfolge Jesu suchen.