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14.11.2018

Papst: Wahrheit sagt und tut man mit seinem ganzen Verhalten

Franziskus ging bei Generalaudienz-Katechesereihe zu den Zehn Geboten auf das Gebot "Du sollst nicht lügen" ein.

Das Gebot "Du sollst nicht lügen" bezieht sich nicht nur auf Worte, sondern auf das gesamte Verhalten eines Menschen. Darauf hat Papst Franziskus in einer Katechese zu den Zehn Geboten hingewiesen. "Ein Mensch spricht mit allem, was er ist und tut", sagte er während der Generalaudienz am Mittwoch, 14. November 2018 auf dem Petersplatz in Rom. Worte, Gesten, Haltungen bis hin zum Schweigen - all dies sei gemeint, wenn der Katechismus es "verbietet, in den Beziehungen zu anderen die Wahrheit zu verdrehen".

Mit der Ansprache setzte Franziskus seine Generalaudienz-Katechesereihe zu den Zehn Geboten fort. Dabei mahnte er die Gläubigen, sich ernsthaft zu fragen, ob sie tatsächlich wahr sprechen und handeln. "Wir alle leben ständig auf der Kippe zwischen Wahrheit und Unwahrheit", so Franziskus. Allerdings sei Wahrheit mehr als nur aufrichtig oder genau zu sein. Man könne aufrichtig Falsches weitersagen oder bei aller Detailgenauigkeit den Sinn des Ganzen verfehlen. Erneut warnte der Papst vor Geschwätz, mit dem oft der Ruf anderer zerstört werde.

Als Beispiel für ein Leben in Wahrheit nannte der Papst Jesus, der zu Pilatus sagte: "Ich bin gekommen, dass ich für die Wahrheit Zeugnis ablege." Jesu Leben und Sterben sei das größte Vorbild gelebter Wahrheit, so Franziskus. Entsprechend bestätigten oder leugneten Christen diese Wahrheit - von den Alltagssituationen bis zu den großen Lebensentscheidungen. "Du sollst kein falsches Zeugnis ablegen", bedeute letztlich, als Kind Gottes zu leben, so Franziskus.

 

Besonderes Willkommen an Missio Österreich

Papst Franziskus hat bei der Generalaudienz eine Delegation der Päpstlichen Missionswerke aus Österreich besonders willkommen geheißen. In seinen Worten an die deutschsprachigen Pilger auf dem Petersplatz grüßte Franziskus eigens die österreichischen Missio-Diözesandirektoren, die sich zusammen mit Nationaldirektor P. Karl Wallner und führenden Missio-Mitarbeitern dieser Tage zur Vorbereitung des kommenden "Außerordentlichen Monats der Weltmission" in Rom aufhalten. Nach der Audienz gab es auch eine kurze, sehr herzliche Begegnung samt Gruppenfoto mit dem Papst, berichtete Missio-Nationaldirektor P. Karl Wallner im Gespräch mit "kathpress".

"Ich bin dankbar, dass wir von Missio Österreich dem Papst heute begegnen konnten. Er will uns missionarischen Schwung mitgeben und viel Dynamik für den Außerordentlichen Monat der Weltmission im Oktober 2019", sagte Wallner. Man bemerke bei Franziskus stets die Freude und Emotion, wenn er etwas zum Thema Mission höre. Auch auf die Delegation aus Österreich sei der Papst am Mittwoch besonders empathisch zugegangen. "Papst Franziskus brennt für seine Missionswerke, das spürt man in den Begegnungen und Ansprachen", so Wallner.

Die österreichischen Diözesandirektoren und Missio-Mitarbeiter sind noch bis Freitag im Internationalen Missions-Zentrum (CIAM) der Päpstlichen Missionswerke in Rom zu einer Arbeitstagung versammelt. "Wir haben vom Papst den großen Auftrag den Außerordentlichen Monat der Weltmission so zu organisieren, dass Mission zu einem Paradigma für das Handeln der Kirche wird", sagte Missio-Österreich-Nationaldirektor Wallner. Mission sei eines der Hauptthemen des Pontifikats und Franziskus verstehe darunter insbesondere das uneingeschränkte Zugehen auf alle Menschen. Ziel sei, dass der Monat der Weltmission in diesem Sinn auch in Österreich zu einer "Neubesinnung und neuen Dynamik" führe.