Der Föhnsturm mit Starkregen zu Beginn dieser Woche hat auch an mehreren Kirchen und kirchlichen Gebäuden in der Diözese Gurk Schäden verursacht. Einen Überblick über das Schadensausmaß wird es nach Auskunft des Leiters der diözesanen Bauabteilung, Ruprecht Obernosterer, aber erst frühestens im Laufe der kommenden Woche geben. "Die am meisten betroffenen Gegenden wie das Lesach-, Möll-, Gail-, Rosen- oder Drautal sind zum Teil noch schwer erreichbar und die Arbeit der Einsatzkräfte vor Ort geht vor", so der Leiter der Bauabteilung.
"Die Mitarbeiter der Bauabteilung werden nach Maßgabe der Möglichkeiten in den kommenden Tagen im Land unterwegs sein, um sich einen Überblick über die Schäden, die Sturm und Starkregen an Kirchen und kirchlichen Gebäuden angerichtet haben, zu verschaffen", so Obernosterer. Es sei auch mit partiellen Schäden an Kirchtürmen und -dächern sowie durch den Sturm verursachte Windwürfe in den Wäldern der Pfarren zu rechnen.
Vom Starkregen betroffen ist zum Beispiel die Pfarre Rattendorf. Hier wurde der gesamte Ort nach einem Dammbruch fast zur Gänze überflutet. Auch in der Pfarrkirche "Heilige Andreas und Markus" stand das Wasser rund einen halben Meter hoch.
Der komplette Fußboden des Markusdoms in Venedig ist von Hochwasser überflutet. Medienberichten zufolge stehen sämtliche Mosaike im Boden der berühmten Kirche unter Wasser, auch die Bronzetore der Kathedrale seien betroffen ebenso wie die Sockel der Marmorsäulen. Nach den Unwettern der vergangenen Tage hat das Hochwasser in der Lagunenstadt mit einer Höhe von 1,56 Meter über Normal einen der bisher höchsten Pegelstände erreicht.
Die Schäden durch das Salzwasser könnten beträchtlich sein, zitieren Medien den ersten Prokurator des Markusdoms, Carlo Alberto Tesserin. Er ist verantwortlich für den baulichen Erhalt der Kirche. Die erwarteten Schäden, so Tesserin, könnten sich auch noch mehrere Meter über dem jetzigen Wasserstand zeigen.
Bis zu einem Pegelstand von 1,10 Meter habe die Verwaltung des Markusdoms das Gebäude schützen können. "Es war uns versprochen worden, dass es solche Vorkommnisse nicht mehr geben würde", kritisierte Tesserin die Behörden der Stadt. Die Reparatur der Schäden werde nun sehr aufwendig und teuer werden.
Der Markusdom ist eine der bekanntesten Sehenswürdigkeiten Venedigs. Eine Besonderheit des Doms sind eine Vielzahl erhaltener Mosaikzyklen im Boden wie an den Wänden.