
Liturgie so feiern, dass sie für das eigene Christen-Leben fruchtbar wird: So kann man das große Anliegen des Klosterneuburger Chorherren Pius Parsch umschreiben.
Parsch prägte mit seiner Volksliturgischen Bewegung ab den 20er Jahren des 20. Jahrhunderts die Liturgie im deutschen Sprachraum. Für ihn ist Liturgie gefeierter Glaube: Die Kirche glaubt, was sie in der Liturgie feiert und sie feiert, was sie glaubt.
Anlässlich des 65. Geburtstages von Andreas Redtenbacher, Professor für Liturgiewissenschaft in Vallendar und Augustiner Chorherr in Klosterneuburg, haben George Augustin und Markus Schulze, eine Festschrift herausgegeben („Glauben feiern. Liturgie im Leben der Christen“), die die vielen Facetten des Gottesdienstes und der Feier der Sakramente und Sakramentalien der Kirche in all ihren Dimensionen beleuchtet.
Auch die Ökumene fehlt nicht, evangelisches und orthodoxes Liturgieverständnis kommen zur Sprache. Redtenbacher setzt seit Jahrzehnten das Erbe von Pius Parsch in zahlreichen Publikationen fort.
Vier Themenbereiche finden sich in der Festschrift: Theologie, Geschichte, Praxis und Spiritualität der Liturgie.
Die Festschrift will das fortführen, was das erklärte Ziel des Zweiten Vatikanischen Konzils war: die liturgische Bildung und die Erschließung des Wesens der Liturgie.
Diese anregende Festschrift handelt umfassend von Theorie und Praxis der Liturgie. Sie ist allen zu empfehlen, die mit dem gottesdienstlichen Feiern der Kirche zu tun haben.