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12.09.2018

Caritas-Aktion: Wandermarathon für Obdachlose

"Heimo, Katrin und Alina gehen" führt in drei Wochen über 650 Kilometer vom Neusiedler See via Mariazell bis zum Großglockner.

"Heimo, Katrin und Alina gehen" - unter diesem Motto beginnt am Donnerstag, 13. September 2018 ein Wandermarathon, der drei junge Österreicher in drei Wochen 650 Kilometer weit vom Neusiedler See über Mariazell bis zum Großglockner führen soll. Die Caritas begleitet die Aktion, bei der beim Marsch vom tiefsten bis zum höchsten Punkt Österreichs auch Spenden für Wohnungslose gesammelt werden. Die enorme Distanz und die 13.000 zu bewältigenden Höhenmeter seien "eine enorme körperliche Herausforderung und gleichzeitig ein starkes Zeichen, um auf die schwierige Situation von obdachlosen Menschen in Österreich aufmerksam zu machen", teilte die Caritas mit. Spendenziel sind 50.000 Euro, die wohnungslose Menschen 3.333 Übernachtungen ermöglichen.

 

Heimo Neumaier, Katrin Goriupp und Alina Schreib beginnen am Donnerstag im burgenländischen Apetlon auf 114 Meter Seehöhe, durchqueren zu Fuß den Neusiedler See und geben ab 13 Uhr im Strandbad Mörbisch im Beisein von Bürgermeister Markus Binder und der Eisenstädter Caritasdirektorin Edith Pinter eine Pressekonferenz.

 

Nächste Etappe Wien

Die nächste Etappe soll nach Wien führen. Dieser bewusst gewählte "Umweg" von vier bis fünf Tagen soll möglichst viele Menschen mobilisieren, wird Heimo Neumaier in einer Caritas-Ankündigung zitiert: "Das soll nicht nur unsere Aktion werden. Es geht auch darum, dass uns möglichst viele Menschen ein Stück weit begleiten!"

 

Das nächste, kleine "Highlight" wird der obersteirische Marienwallfahrtsort Mariazell sein. Über Bergrouten geht es für die drei "Benefiz-Wanderer" dann nach Kärnten und Tirol bis zum höchsten Punkt des Landes, dem Großglockner mit seinen auf 3.798 Metern Seehöhe. "Ich war zwar schon einmal oben, aber bin mir sicher, dass es diesmal um einiges aufregender sein wird", sagte Neumaier. Die im Oktober ungewisse Wetterlage könnte dazu führen, dass die Bergsteiger einige Tage im sogenannten Winterraum der Stüdlhütte auf gute Bedingungen warten müssen. Beendet sein soll der Gewaltmarsch am 7. Oktober.

 

Anstoß durch Zivildienst bei der Caritas

Vor ein paar Jahren leistete Heimo Neumaier seinen Zivildienst in der Männernotschlafstelle "Arche 38" in Graz und engagiert sich seitdem immer wieder für wohnungslose Menschen. "Es kann nicht sein, dass in einem der reichsten Länder der Welt Menschen auf der Straße schlafen müssen", meinte der 24-jährige Steirer. Er wolle "dabei nicht tatenlos zusehen, ich musste einen weiteren Schritt in die richtige Richtung setzen".

 

Geplant ist, dass prominente und nicht prominente Mitwanderer Heimo, Katrin und Alina auf ihren Teilstrecken begleiten. "Jede und jeder kann uns unterstützen und uns ein Wegstück begleiten - seid mit dabei, wir freuen uns auf euch!", ließen die drei wissen.

 

Informationen zur Aktion und darüber, wo sich die Wanderer gerade befinden, finden Sie unter www.caritas.at/heimo.