Donnerstag 21. Mai 2026

Schnellsuche auf der Website

Morawa Verlag
18.08.2018

Wie wir aus der Geschichte lernen

Ein Sammelband beleuchtet die Zeit vor, während und nach dem Zweiten Weltkrieg. 

 

 

Fünfzehn Zeitzeugen, davon neun Frauen und sechs Männer, erzählen in dem von Maria Grabner herausgegeben Buch „Zweiter Weltkrieg – Teil unserer Jugend“ ihre Geschichte, vor, während und nach dem Zweiten Weltkrieg.

 

Die älteste Frau, die ihre Geschichte erzählt, ist Jahrgang 1920. Hanna Paradeiser, geborene Zeßner-Spitzenberg, berichtet von ihrem Vater, dem glühenden Katholiken und Österreicher Hans Karl Zeßner-Spitzenberg, der als erster Österreicher 1938 (nach dem Anschluss an Hitler-Deutschland) im Konzentrationslager in Dachau ums Leben kam.

 

Und sie erzählt vom berühmten Rosenkranzfest am 7. Oktober 1938 im Stephansdom, bei dem sie dabei war.

 

Die Menschen, die hier als Zeitzeugen zu Wort kommen, berichten von der Grausamkeit des Krieges. Die meisten Männer mussten als Soldaten in den Krieg ziehen, die Frauen schlugen sich oft abenteuerlich durch das Leben, Schul- und Berufswünsche konnten in den Wirren des Krieges und der Nachkriegszeit nicht immer verwirklicht werden.

 

Manche der Frauen erzählen von der Vergewaltigung durch die Russen und von der Nahrungsbeschaffung in einer Zeit, in der die wurmigen Erbsen der Russen vielen in Erinnerung blieben.

 

Alle Zeitzeugen, vierzehn von ihnen leben in und rund um Wien, liefern einen wichtigen Beitrag, um eine Lehre aus der dunkelsten Epoche der Menschheit zu ziehen.

 

Mein Fazit:

Ein bewegendes Buch, mit Schicksalen, die zu Herzen gehen. Trotz aller Unmenschlichkeit des Zweiten Weltkrieges sind diese Menschen auf ihre Weise Mensch geblieben.