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17.07.2018

Hungerkrise im Südsudan: Jugend Eine Welt bittet dringend um Spenden

Im Flüchtlingslager Gumbo versorgen Jugend Eine Welt-Projektpartner mehr als 18.000 Menschen.

Bis zu sieben Millionen Menschen droht derzeit im Südsudan eine Hungersnot und die Lage verschärft sich zunehmend: Nach fünf Jahren Krieg, saisonalen Überschwemmungen, Schädlingsbefall von Nutzpflanzen sowie Missernten ist bereits mehr als die Hälfte der Bevölkerung akut von Hunger betroffen. Mehr als eine Million Kinder sind unterernährt. Die Menschen kochen mittlerweile Gräser und Blätter. Jugend Eine Welt bittet daher dringend um Spenden zur Unterstützung von Don Bosco-Hilfsprojekten vor Ort.


Friedensverhandlungen bislang erfolglos

Die Inflationsrate beträgt mittlerweile 600 Prozent. Für zwei Drittel der Kinder und Jugendlichen findet kein Schulunterricht statt. Und ein Ende des Konflikts scheint nicht in Sicht, denn auch ein kürzlich in Uganda vereinbarter Waffenstillstand wurde letztlich abgelehnt. Überaus brutale Angriffe auf wehrlose Zivilpersonen, darunter Frauen, Kinder, alte und behinderte Menschen, sind an der Tagesordnung. Millionen Südsudanesen sind auf der Flucht, darunter vier Millionen als Vertriebene im eigenen Land.


Umfassende Hilfe vor Ort

Jugend Eine Welt unterstützt seit mehr als 16 Jahren Don Bosco-Hilfsprojekte im Südsudan. Auch in diesem Sommer ist Hilfe aus Österreich dringend nötig. Die Jugend Eine Welt-Projektpartner bieten im Flüchtlingslager Gumbo nahe der Hauptstadt Juba mehr als 18.000 intern Vertriebenen ein Dach über dem Kopf, Essen, medizinische Versorgung, Kleidung und ein wenig Sicherheit. Zudem gibt es ein Programm für mangelernährte Kinder sowie landwirtschaftliche Trainings für mehr als 500 Frauen, damit diese Nahrungsmittel selbst anbauen können.


Ein besonderer Schwerpunkt aller Jugend Eine Welt-Hilfsprojekte gilt der Bildung – gerade auch in lange anhaltenden Krisensituationen wie im Südsudan, wo so viele Kinder keine Chance auf einen Schulbesuch haben. In der an das Flüchtlingslager angeschlossenen Schule erhalten täglich 6.110 SchülerInnen Unterricht und eine nahrhafte Mahlzeit. „Es zerreißt mir das Herz, all die unterernährten und kranken Kinder zu sehen!“, so Salesianerbruder Jim Comino. „Dabei kann ein Kinderleben im Südsudan so leicht gerettet werden – eine Dosis Malaria-Tabletten kostet nicht mehr als eine Tasse Kaffee.“


Nicht nur rund um Juba ist Hilfe dringend notwendig - Jugend Eine Welt unterstützt auch in anderen Landesteilen wichtige Don Bosco-Projekte wie Grund-, Sekundar- und berufsbildende Schulen, Spitäler und mobile Gesundheitsteams sowie den Bau eines Mädchenwohnheims.