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07.07.2018

Was wären wir ohne Familien?

Ein Plädoyer für die Wichtigkeit von christlichen Familien.

 

 

 

Christliche Familien sind Missionare in unserer Gesellschaft! Davon sind Robert Schmalzbauer von der Initiative Christliche Familie und Johannes Reinprecht  vom Institut für Ehe und Familie der Österreichischen Bischofskonferenz überzeugt.

 

„Familien sind der Schlüssel für die Neuevangelisierung unserer Länder“, erklärt Schmalzbauer: „Die Schönheit der Liebe Gottes in der Familie strahlt und leuchtet. Nicht nur innerhalb der Familie selbst, sondern auch weit darüber hinaus in jeden Winkel der Gesellschaft.

 

Denn als Familie kommt man in Geschäfte, in Kindergärten, in Schulen, zu Tankstellen, auf Behörden, auf Feste – man ist quasi überall. Wenn man dort als Christ auftritt, strahlt man die Liebe Gottes aus!“


Auch Johannes Reinprecht betont die zentrale Bedeutung von Familien: „Auf einer persönlichen Ebene betrachtet, ist die Sehnsucht nach Familie in uns allen grundgelegt. Jeder von uns strebt nach Bindungssicherheit, nach Liebesglück auf Dauer und nach Kindern.

 

Außerdem gibt es neben dieser persönlichen Ebene auch eine gesellschaftliche Relevanz von Ehe und Familie: Aus der Verbindung von Mann und Frau können Kinder entstehen. Und ohne Kinder kein Staat. Deshalb haben Familien auch im Interesse des Staates eine enorme gesamt­gesellschaftliche Relevanz.“


In der „Rush-Hour“ des Lebens

Johannes Reinprecht und Robert Schmalzbauer sind selbst verheiratet und Familienväter. Sie engagieren sich beruflich und persönlich dafür, dass Familien in der öffentlichen Wahrnehmung mehr Wertigkeit bekommen.


Schmalzbauer: „Wir merken, dass es Familien alles andere als leicht haben. Gründe dafür sind zum Beispiel Schulstress der Kinder, Hausbau, die Last der Arbeit, dass ein Kredit zurückzuzahlen ist usw. Gerade Jungfamilien sind dadurch meistens in der stressigsten „Rush-Hour“ ihres Lebens, und das setzt ihnen ziemlich zu“.


Johannes Reinprecht ergänzt aus eigener Erfahrung: „Wo es gelingt, dass Familien Zeit miteinander verbringen und das Familie-Sein wertschätzen, ist Glück beheimatet. Wo das nicht der Fall ist, gibt es oft viel Leid. Das merken wir immer wieder bei unserem Beratungsdienst für Familien und Paare hier am Institut für Ehe und Familie.“


Familie-Sein. Ein Schlüssel zum Glück?

Als Familie bewusst zusammenzustehen und sich viel Zeit zu schenken, kann ein Schlüssel zum Glück sein, erklärt Reinprecht: „Für mich gibt es nichts Schöneres, als wenn ich heimkomme und meine Familie sehe.

 

Familien sind richtige Kraftwerke, die Energie, Lebensfreude und Heilung geben können. Meine Frau beim Heimkommen bewusst umarmen, die manchmal tiefsinnigen Gespräche mit unseren Teenagern, oft nur ein Blick in die Augen eines Kindes – das sind enorme Momente.“


Eine Erfahrung, die auch Schmalzbauer teilt: „Ehe und Kinder sind ein Liebesbeweis Gottes an uns Menschen. So wie Adam seine Eva damals gesehen hat und sicher „Wow“ gesagt hat, so bin ich entzückt über die wunderbare Frau, die Gott mir geschenkt hat. Und ich bin unendlich dankbar für meine Kinder.

 

Es gibt nichts Schöneres, als wenn du als Vater nach der Geburt plötzlich einen neuen Menschen in der Hand hältst. Da ist man vollkommen überwältigt, welch wunderbares Geschenk Gottes.“


Neue Kraft tanken
Um Familien die Möglichkeit zu geben, sich wieder bewusst auf das Familie-Sein einzulassen, veranstaltet die Initiative Christliche Familie heuer bereits zum 16. Mal das Jungfamilientreffen in Pöllau in der Steiermark, an der auch zahlreiche Familien aus der Erzdiözese Wien teilnehmen.  Schmalzbauer: „Familien brauchen Orte, an denen sie sehr konkret durch Taten erfahren, dass sie eine unglaubliche Würde und einen Wert haben,  den Gott in sie hineingelegt hat. Und zwar nicht, weil sie etwas leisten, sondern einfach nur deshalb, weil sie Familie sind. In Pöllau dient die katholische Kirche durch unzählige Helfer, Priester und Ordensleute den jungen Familien. Durch die Sakramente, Vorträge, Gespräche, Gebetszeiten und eine gute Organisation dürfen wir jedes Jahr erleben, wie Christus die Ehe und Familie erneuert.“