„Voll Vertrauen gehen wir …“ haben sich die Frauen und Männer am Ende der zwei Jahre dauernden berufsbegleitenden Pastoralen Ausbildung Österreichs für ihren Dank- und Abschlussgottesdienst gewählt und diesen entsprechend vorbereitet. Weihbischof Anton Leichtfried griff dieses Thema für seine persönliche Gottesdienstvorbereitung gerne auf – und feierte mit ihnen diesen besonderen Gottesdienst.
Voll Vertrauen sind die Frauen und Männer in der Vergangenheit mitgegangen, auch wenn es nicht immer ganz einfach war. Denn es barg die monatliche Anreise nach St. Pölten, dem Kursort der BPAÖ, so manche Hürde und Herausforderung: Ob nun die Pünktlichkeit der Züge zu wünschen übrig ließ oder Umleitungen zu fahren waren, jeweils am Montag Nachmittag waren sie vereint und trennten sich erst wieder Freitag Mittag. Und das 21 mal von September 2016 bis Juni 2018.
Am Freitag 15. Juni 2018 konnten sie die Diplome in Empfang zu nehmen. Dabei hieß es auch voneinander Abschied zu nehmen, auch Abschied vom HipHaus, das sie 19 Wochen beherbergte und umsorgte (eine Woche Exerzitien in der Steiermark, eine Woche Israel) Abschied nehmen von der Kursleitung, die sie bestärkte, unsere Sorgen anhörte, bei Problemen in der Lösungsfindung half. Die Kursteilnehmer sprachen auch ein Danke an Heiner Leineweber, Maria Meyer-Nolz und Ulrike Exler aus.
Mit dem Geist des Vertrauens haben sie ihre Ausbildung gestartet. Voll Vertrauen gehen sie nun auch den Weg in ihre berufliche Zukunft. Voll Vertrauen, dass der Geist und Segen Gottes mit ihnen unterwegs ist.
Alle neu ausgebildeten Pastoralassistentinnen und Pastoralassistenten werden in ihren Heimatdiözesen im Herbst offiziell in den Dienst gesendet.
Ein Stück des Weges gingen gemeinsam: Silke Brunner und Esther Murg aus der Diözese Graz-Seckau. Christa Himmelbauer, Roland Altreiter und Karl Geßwagner aus der Diözese Linz. Sabine Müller-Melchior, Eva Spreitzer, Andreas Stockinger-Wadsack und H. Jacobus Wendland CanReg aus der Diözese St. Pölten. Clemens Moser aus der Erzdiözese Wien und Tihomir Pausic aus der Erzdiözese Salzburg.
Als Vorbereitung für den Beruf des Pastoralassistenten gibt es in Österreich verschiedene Ausbildungsvarianten. Neben der von der Bischofskonferenz eingerichteten berufsbegleitenden Schiene mit Kursen in St. Pölten gibt es auch den "akademischen Weg" über das Theologiestudium. Bei den stets im Herbst veranstalteten Sendungsfeiern - in Wien findet sie im November statt - entsenden manche Diözesen zudem auch Mitarbeiter der Krankenhaus-Seelsorge für den pastoralen Dienst.
Das seit 2013 bestehende Angebot der "Berufsbegleitenden Pastoralen Ausbildung Österreich" (BPAÖ) im St. Pöltner Bildungshaus St. Hippolyt ist als Nachfolge des zuletzt in Wien-Hietzing verorteten "Seminars für kirchliche Berufe" konzipiert. Der zweijährige, praxisorientierte Kurs richtet sich an Frauen und Männer ab dem 27. Lebensjahr, die nach theologischer Grundausbildung in ihrer weiteren Berufslaufbahn ihre Fähigkeiten in den hauptamtlichen Dienst der Kirche einbringen möchten. In monatlichen Kurswochen werden Themen der Arbeit als Pastoralassistent vermittelt, daneben sammeln die Auszubildenden Erfahrungen durch Mitarbeit in einer Praktikumspfarre. Zur Ausbildung gehört auch eine Kurswoche in Israel sowie eine Exerzitienwoche in der Steiermark.
Im Vorjahr hatten zwölf Personen ein BPAÖ-Diplom entgegengenommen. Nach den elf Frauen und Männern, die heuer ihre Ausbildung abgeschlossen haben, kommen bei der BAPÖ im Herbst 14 in das zweite Ausbildungsjahr und 16 weitere starten das erste Jahr.