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21.05.2018

Maria, Mutter der Kirche

Erstmals Feier auf Weltebene am Pfingstmontag.

Die katholische Kirche in Österreich gedenkt im Mai besonders der heiligen Maria. In fast allen Pfarren werden seit Monatsbeginn der Mutter Jesu spezielle Andachten gewidmet, so auch in den Domkirchen des Landes. Inmitten der Frühlingszeit würdigen die Gläubigen Maria aufgrund ihrer tragenden Rolle bei der Empfängnis, Geburt, Kindheit und Jugendzeit Jesu wie auch bei dessen Tod und Auferstehung. Doch auch bei der "Geburtsstunde" der Kirche zu Pfingsten war Maria nach dem Zeugnis der Bibel anwesend - weshalb sie Papst Franziskus zu Jahresbeginn mit der Einführung des jährlichen Festes "Mutter der Kirche" am Pfingstmontag, 21. Mai 2018 geehrt hat, das heuer erstmals auf Weltebene gefeiert wird.

 

Die besondere Verehrung Mariens hat eine lange Tradition. Bereits im Mittelalter wurden Maifeste heidnischen Ursprungs christlich umgedeutet. Im Laufe der Geschichte kristallisierte sich vermehrt die marianische Prägung dieser Feste heraus und mündete ab dem 17. und 18. Jahrhundert in sogenannte Maiandachten, die in Österreich ab Mitte des 19. Jahrhunderts gefeiert wurden. 1965 empfahl schließlich Papst Paul VI. in seiner Enzyklika "Mense maio" die besondere Verehrung Mariens im Mai; Maria sei nicht - wie Gott - selbst anzubeten, sie weise aber wohl den besten Weg zu Jesus Christus, hieß es darin. Im Mai hat auch das Rosenkranzgebet, bei dem Maria um Hilfe angerufen wird, eine besondere Bedeutung.