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10.05.2018

Papst lobt christliche Gemeinschaft Nomadelfia

Franziskus besucht Gemeinschaft nahe der toskanischen Stadt Grosseto.

Bei einem Besuch der christlichen Gemeinschaft Nomadelfia in der Toskana hat Papst Franziskus deren Engagement für vernachlässigte Kinder und alte Menschen gewürdigt. In dieser Hinsicht sei die Gemeinschaft prophetisch. Wie die ersten Christen verwirkliche sie eine "neue Gesellschaft, um das Evangelium als Lebensform umzusetzen", sagte der Papst am Donnerstagmorgen, 10. Mai 2018.

Bei dem Besuch nahe der toskanischen Stadt Grosseto wurde der Papst von den rund 300 Nomadelfia-Mitgliedern und fast 4.000 weiteren Gästen empfangen. In seiner Rede lobte er die Gemeinschaft, weil sie mit relativ wenig Strukturen und Organisationsaufwand nach dem "Gesetz der Geschwisterlichkeit" lebe. Sie besteht aus Gruppen mehrerer Familien, zu denen auch etliche Pflegekinder gehören. Ein besonderes Merkmal sind unverheiratete Frauen und Männer, die als geistige "Mütter und Väter aus Berufung" ebenfalls zu den Mitgliedern zählen. Seelsorglich wird die Gemeinschaft von zwei Priestern betreut.

Während seines rund 90-minütigen Aufenthalts bei der Gemeinschaft betete der Papst zunächst am Grab des Gründers Don Zeno Saltini (1900-1981). Anschließend besuchte er eine der Familien für ein privates Gespräch. Zum Abschluss in der Aula der Kommunität spielten die Mitglieder Szenen aus ihrem Alltagsleben nach.

Anschließend reiste Franziskus nach Loppiano weiter. Der Ort bei Florenz ist die erste Siedlung der von der Italienerin Chiara Lubich (1920-2008) 1943 gegründeten Fokolar-Bewegung. Diese wird - wie die kleinere Gemeinschaft in Nomadelfia - vor allem von Laien getragen. In Loppiano besucht Franziskus die Wallfahrtskirche Maria Theotokos und trifft danach Bewohner der Siedlung sowie rund 6.000 Gäste. Nach einer weiteren Ansprache reist Franziskus am Mittag zurück nach Rom.