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30.03.2018

Ordensvertreter zum Osternfest: "Fürchtet euch nicht"

Haidinger und Mayrhofer: Christen sollen Träger der Hoffnung sein.

"Fürchtet euch nicht!" - Diese Botschaft, die Maria Magdalena und ihre Begleiterin beim dann schon leeren Grab Jesu aus dem Mund eines Engels zu hören bekamen, ist ungebrochen aktuell. Dem Vorsitzenden der österreichischen Männerorden, Christian Haidinger, und der Präsidentin der Frauenorden, Sr. Beatrix Mayrhofer, diente diese Auferstehungsbotschaft als gemeinsamer Osterwunsch. Formuliert haben ihn die beiden Ordensvertreter auf der Website www.ordensgemeinschaften.at.

 

Haidinger sieht in dem in der Bibel geschilderten Ereignis einen Auftrag für heutige Christinnen und Christen: "Wir dürfen und müssen hingehen zu unseren Schwestern und Brüdern und ihnen sagen, sie sollen sich nicht fürchten. Durch unser Dasein, durch unser Begleiten, durch unser Helfen ohne Unterschied sollen sie erfahren, dass Jesus lebt." Christen sollten Träger der Hoffnung sein: "Jesus ist mit uns in allen Dunkelheiten und Beschwernissen des Lebens." Es gelte sich Herausforderungen wie der Flüchtlingskrise zu stellen "und uns nicht durch Angst einengen zu lassen", betonte Haidinger. Angst sei immer ein schlechter Ratgeber.

 

Mayrhofer schildert "Tramway-Theologie"

Sr. Beatrix Mayrhofer schilderte ein zufällig mitgehörtes Gespräch in der Straßenbahn, in dem ein junger Mann einem evangelischen Kollegen seine flapsige Interpretation der Ereignisse von Ostern darlegte: "Da hat er (Jesus, Anm.) sich also aus der Party verabschiedet, und dann ist er wieder zurückgekommen." Verbunden sei diese "Tramway-Theologie" mit der Verwunderung darüber gewesen, dass für Katholiken der Ostersonntag der höchste Feiertag ist, für Protestanten dagegen der Karfreitag: "Ihr feiert, wenn er sich aus der Party verabschiedet, und die anderen, wenn er in die Party zurückkommt".

 

Mayrhofer wies dazu auf die Wurzel des englischen Wortes "Party" im Lateinischen hin - "pars", der Teil, passe zum Auferstandenen, der "in sehr radikaler Weise das Leben mit uns geteilt" habe - und nicht nur das Leben, sondern auch den Tod. Jesus sei wiedergekommen, "um mit uns den Sieg zu feiern und das unzerstörbare Leben zu teilen". Das könne Anlass für ein Fest ohne Ende sein, so die Ordensvertreterin: "Das Leben besiegt den Tod."