Papst Franziskus hat katholische Priester aufgefordert, erreichbar zu sein und für jeden ein passendes Wort zu haben. Nähe zu den Menschen sei eine Schlüsselqualifikation für Seelsorger, sagte er am Donnerstag, 29. März 2018 im Petersdom bei der Chrisammesse mit Geistlichen seiner Diözese Rom sowie anderer Diözesen. In der Zuwendung eines Priesters komme die Nähe Gottes zu den Menschen zum Ausdruck.
In Beichtgesprächen sollten die Geistlichen auf eine Weise die Wahrheit sagen, "die dem Sünder erlaubt, vorwärts zu schauen", so Franziskus. Nähe zu den Menschen und langjährige seelsorgliche Beziehungen könnten Priestern auch in Zeiten eigener Glaubensschwierigkeiten helfen. Jesus selbst zeige in den Evangelien, wie wertvoll jeder einzelne im Volk sei.
Während des Lateinisch gefeierten Gottesdienstes weihte der Papst die heiligen Öle für die Sakramente Taufe, Firmung, Krankensalbung und Priesterweihe. Diese sogenannte Chrisammesse feiert jeder Diözesanbischof traditionell in der Karwoche. Unter den Kardinälen, die mit dem Papst am Hauptaltar zelebrierten, waren der frühere vatikanische Staatssekretär Kardinal Tarcisio Bertone und der frühere Leiter des Ökumenerates, der deutsche Kardinal Walter Kasper.