Feierlicher Spatenstich für das neue Kurhaus Marienkron im burgenländischen Mönchhof: Mit viel kirchlicher und politischer Prominenz wurden am Mittwoch, 14. März 2018 offiziell die Arbeiten begonnen. Äbtissin Ancilla Betting konnte Landeshauptmann Hans Niessl, Abt Maximilian Heim von Stift Heiligenkreuz, Sr. Bonaventura Holzmann, Generaloberin der Elisabethinen Graz sowie Sr. Barbara Lehner, Generaloberin der Elisabethinen Linz-Wien, begrüßen.
Renoviert werden besonders die ältesten Teile des ab 1969 errichteten Gebäudekomplexes, teilweise wird aber auch neu gebaut. Am Mittwoch, 14. März 2018, wurden dazu in Marienkron auch erstmals die konkreten Pläne vorgestellt. Der Neubau betrifft den medizinisch-therapeutischen Trakt, der ebenso komplett neu gestaltet wird wie das Schwimmbad. Durch den Um-, Rück- und Neubau könnten versiegelte Bodenflächen freigegeben und in den Kurpark integriert werden, wie es hieß. Auf den Einsatz von Naturmaterialien werde wie bei den Renovierungen im vergangenen Jahr großen Wert legen.
Der Umbau hat ein Projekt-Volumen von 13 Millionen Euro. Die Neueröffnung soll im Frühjahr 2019 stattfinden. Die Segnung des Projekts bzw. der Baustelle nahmen gemeinsam der Eisenstädter Generalvikar Martin Korpitsch und Abt Heim vor.
Landeshauptmann Niessl (SPÖ) betonte in seiner Rede die Bedeutung des Kurhauses für die Region Seewinkel und das Burgenland und zeigte sich erfreut, "dass Marienkron investiert". Das Kurhaus setze auf den steigenden Trend Gesundheitstourismus, der durch die geplante Zusammenarbeit mit der Berliner Charite wissenschaftlich untermauert werden wird, so der Landeshauptmann.
Die Gründung von Marienkron geht auf das Jahr 1953 zurück, als Zisterzienserinnen aus der deutschen Abtei Seligenthal ein Stück der Heiligenkreuzer Stiftspfarre Mönchhof erhielten und vorerst im Pfarrhof einzogen. Anfangsidee war es, eine Gebetsstätte direkt am nahe gelegenen Eisernen Vorhang zu Ungarn zu gründen. Bis 1959 wurde ein Kloster errichtet und zum Priorat erhoben, das seit 1991 eine eigene Abtei ist. 1969 bauten die Schwestern das Kur- und Gesundheitszentrum, das heute besonders für Fastenheilen und Kneipp-Kuren bekannt ist.
In den jüngsten Jahren wurden Kurzentrum und Kloster wieder getrennt. Seit Anfang 2015 gehört das Kurzentrum einer neu gegründeten Gesellschaft, an der neben der Abtei Marienkron und dem Stift Heiligenkreuz mehrheitlich der Orden der Grazer Elisabethinen beteiligt ist. Das Kloster widmet sich wieder verstärkt der Kontemplation und dem Gebet, insbesondere für verfolgte Christen und den Frieden in der Welt. Weiterhin sind die Schwestern jedoch mit geistlichen Angeboten im Kurbetrieb präsent.