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14.02.2018

Evangelische Künstlerin gestaltet Fastentuch im Stephansdom

Kärntner Künstlerin Lisa Huber beschäftigt sich seit 20 Jahren mit biblischen Themen.

Das Fastentuch, das seit Aschermittwoch, 14. Februar 2018 den Hochaltar des Wiener Stephansdoms verhüllt, stammt heuer von der Kärntner evangelischen Künstlerin Lisa Huber. Bedeckt ist das rund 16 mal 6 Meter große Fastentuch aus Leinen mit hand- und maschinengestickten Bildelementen, die auf Verse des 90. Psalms des Alten Testaments verweisen, erläuterte die evangelische Künstlerin am Mittwoch gegenüber "kathpress". Vorgestellt hat die Künstlerin ihr Werk am Dienstagabend im Beisein von Dompfarrer Toni Faber.

 

Alpha und Omega

Den Rahmen und Zugleich Hintergrund des Tuches bilden die beiden in rot gehaltenen griechischen Buchstaben Alpha und Omega. Die Farbe rot symbolisiere dabei das Blut Christi, so die Künstlerin. Auf den beiden Buchstaben sind 33 Bildtafeln, die auf die Lebensjahre Christi verweisen, und die drei wichtigsten Gestalten des Alten Testaments - König David, Abraham und Jakob - angebracht. Am unteren Rand des Tuches sind der erste und letzte Vers des 90. Psalms zu lesen.

Am Karsamstag wird das Fastentuch gewendet und somit der Fokus auf die beiden griechischen Buchstaben Alpha und Omega gerichtet. Die auf den beiden Buchstaben angebrachten Silberfäden verweisen auf die Auferstehung Christi. Diese Seite des Fastentuchs wird dann bis zum weißen Sonntag zu sehen sein.

Huber beschäftigt sich in ihrem künstlerischen Tun seit 20 Jahren mit den biblischen Psalmen. Der Schwerpunkt ihrer Arbeit liegt dabei auf der Gestaltung von Kirchenfenstern und Fastentüchern. Seit 27 Jahren lebt die gebürtige Kärntnerin in Berlin.