Laut Herbert Rechberger vom Hilfswerk "Kirche in Not" (KiN) sind 200 Millionen Christen und Christinnen weltweit Diskriminierung und Verfolgung ausgesetzt. Rechberger wies am Freitag, 2. Februar 2018, beim Impulstreffen der Wiener Pfarrgemeinderäte und Engagierten aus dem Bereich Weltkirche und Entwicklungszusammenarbeit vor allem auf die dramatische Situation in islamischen Ländern hin. Er berichtete aber auch von einem von KiN unterstützen hoffnungsvollen Neubeginn im Irak: Nach dem Rückzug des IS konnten 500 christliche Familien in die Ninive-Ebene, einer der Ursprungsregionen des Christentums, zurückkehren. Auch ein "Österreich-Dorf" steht im Zusammenhang mit den vielfältigen Wiederaufbau-Initiaiven.
Das zweite "Impulstreffen Weltkirche", bei dem die Themen Armut und Chistenverfolgung, konkrete Angebote für das pfarrliche Weltkirche-Engagement und der Austausch untereinander im Mittelpunkt standen, wurde vom Missions- und Entwicklungs-Referat der Erzdiözese Wien abgehalten, das jetzt ins Pastoralamt integriert wurde. Der Service für Pfarrgemeinderäte soll im Herbst fortgesetzt werden.
Sophia Stanger vom "Jugend Eine Welt"-Bildungsteam führte die Teilnehmer mit ihrem Workshop "Eine Welt - ein Plan" auf entwicklungspolitisches Neuland. Im Mittelpunkt stand die 2015 beschlossene UN-Agenda für globale nachhaltige Entwicklung. Bis 2030 soll die extreme Armut für alle Menschen überall auf der Welt beseitigt werden, so das Ziel.