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03.02.2018

Bischof von Macerata verurteilt Schussattacke auf Afrikaner

Auslöser der Schießerei war mutmaßlich Rache oder Haß gegen Einwanderer.

Der Bischof von Macerata, Nazzareno Marconi, hat eine mutmaßlich rassistische Attacke auf Ausländer in der mittelitalienischen Stadt verurteilt.

 

Der vatikanischen Zeitung "Osservatore Romano" berichtete der Geistliche, er sei selber beinahe von den Schüssen getroffen worden, die ein rechtsextremer 28-Jähriger aus einem Auto heraus auf Ausländer abgegeben habe. Bei der Attacke am Samstagvormittag, 3. Februar 2018 wurden laut italienischen Medienberichten mindestens sechs Menschen verletzt.

Ursache für Gewalttaten dieser Art sei, dass junge Leute heutzutage ihr Heil oft in Drogen oder Geld suchten und Nächstenliebe immer weniger zähle, sagte der Bischof dem "Osservatore". Laut italienischen Medienberichten wurde der 28-jährige Tatverdächtige festgenommen, nachdem er sich in eine Italienfahne gehüllt und den faschistischen Gruß gezeigt hatte.

Auslöser der Schießerei war mutmaßlich Rache oder Haß gegen Einwanderer. Erst kurz zuvor war in der Gegend eine 18-jährige Italienerin ermordet wurden; Täter soll ein Nigerianer sein. Bischof Marconi sagte, er habe noch kurz bevor die Schüsse fielen, in der Messe des Opfers gedacht und zum Gebet aufgerufen.

Die Römerin Pamela Mastropietro war am Montag aus einer Drogenentzugsanstalt bei Macerata verschwunden, in der sie sich seit wenigen Tagen wegen ihrer Rauschgiftprobleme aufhielt. Die Trolleys mit ihrer Leiche waren am Mittwoch auf einer Landstraße in Pollenza nahe Macerata von einem Mann bemerkt worden, der die Polizei informierte. In der Wohnung des Nigerianers wurden die blutbeschmierten Kleider der jungen Frau und ein Beil gefunden, mit dem der Täter die Leiche zerstückelt haben soll. Der Nigerianer bestritt die Vorwürfe.