Mittwoch 1. Juli 2026

Schnellsuche auf der Website

23.12.2017

Innehalten (Lk 2,1-14)

Maga. Stefanie Jeller, MAS schreibt zum Weihnachtsevangelium (24.12.2017)

 

Das Wort zur Schrift

(zum Weihnachtsevangelium, Lukas 2,1-14)

 

Es ist für mich ein besonderer Moment, wenn am Ende der Christmette die letzte Strophe von "Stille Nacht" angestimmt wird: Die Kirche ist bereits hellerleuchtet, und sie ist voll! Der Organist wirft sich in die Tasten, alle stimmen ein. Richtig feierlich, und ganz schön laut.


Diesmal könnte der 24. Dezember ohnehin ein turbulenter Tag werden, es ist ja erst der 4. Adventsonntag, und gleich folgt die Heilige Nacht. Die "Stille" könnte dabei ein Sehnsuchtswort bleiben.


Auch im Weihnachtsevangelium finde ich keine Stille. Da begegnen mir eine Frau in Geburtswehen, ein schreiendes Neugeborenes, massenhaft Migranten, eine überfüllte Herberge, der in der gesamten Provinz ertönende Befehl eines Machthabers und ein aus Leibeskräften singender himmlischer Heeres-Chor.

 

Vielleicht ist es erst der Augenblick, als die Hirten das Kind erblicken, der ihnen ein kurzes Innehalten gewährt.


Was ich Ihnen und mir wünsche? Einen Moment der Stille, damit wir das Zeichen sehen, das Gott für uns in dieser Nacht bereitet hat. Damit wir erkennen, wo Gott für uns geboren wird.


Weihnachtsevangelium

nach Lukas 2, 1-14

 

In je­nen Ta­gen er­ließ Kai­ser Au­gus­tus den Be­fehl, al­le Be­woh­ner des Rei­ches in Steu­er­lis­ten ein­zutra­gen.


Dies ge­schah zum ers­ten­mal; da­mals war Qui­ri­ni­us Statt­hal­ter von Sy­ri­en. Da ging je­der in sei­ne Stadt, um sich ein­tra­gen zu las­sen.

 

So zog auch Jo­sef von der Stadt Na­za­ret in Ga­li­läa  hi­nauf nach Ju­däa in die Stadt Da­vids, die Be­tle­hem heißt; denn er war aus dem Haus und Ge­schlecht Da­vids.

 

Er woll­te sich ein­tra­gen las­sen mit Ma­ria, sei­ner Ver­lob­ten, die ein Kind er­war­te­te.  


Als sie dort wa­ren, kam für Ma­ria die Zeit ih­rer Nie­der­kunft, und sie ge­bar ih­ren Sohn, den Erstge­bo­re­nen.


Sie wi­ckel­te ihn in Win­deln und leg­te ihn in ei­ne Krip­pe, weil in der  Her­ber­ge kein Platz für sie war.  
 

In je­ner Ge­gend la­ger­ten Hir­ten auf frei­em Feld und hiel­ten Nacht­wa­che bei ih­rer Her­de.

 

Da trat der En­gel des Herrn zu  ih­nen, und der Glanz des Herrn um­strahl­te sie. Sie fürch­te­ten sich sehr, der En­gel aber sag­te zu ih­nen:  

 

Fürch­tet euch nicht, denn ich ver­kün­de euch ei­ne gro­ße Freu­de, die dem gan­zen Volk zu­teil wer­den soll: Heu­te ist euch in der Stadt Da­vids der Ret­ter ge­bo­ren; er ist der Mes­si­as, der Herr. 

 

Und das soll euch als Zei­chen die­nen:
Ihr wer­det ein Kind fin­den, das, in Win­deln ge­wi­ckelt, in ei­ner Krip­pe liegt.

 

Und plötz­lich war bei dem En­gel ein gro­ßes himm­li­sches Heer, das Gott lob­te und sprach:
Ver­herr­licht ist Gott in der Hö­he, und auf Er­den ist Frie­de bei den Men­schen sei­ner Gna­de

zurück zum Wort zur Schrift