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17.12.2017

Geburtstagsständchen für Papst Franziskus beim Mittagsgebet

Franziskus wurde am Sonntag, 17. Dezember 2017, 81 Jahre alt.

Papst Franziskus feierte am Sonntag, 17. Dezember 2017 seinen 81. Geburtstag. Zum traditionellen Mittagsgebet auf dem Petersplatz war er deshalb auch mit entsprechenden Sprechchören und Spruchbändern von den Menschen erwartet und empfangen worden. Zwischen den beiden üblichen Ansprachen brachte ihm die Menge auf dem Petersplatz zudem ein Ständchen dar. Anschließend segnete der Papst die von Teilnehmern - vor allem vielen Kindern - mitgebrachten Jesuskind-Figuren, die in diesen Tagen in den Weihnachtskrippen von Familien, Pfarreien oder Klöstern liegen. Das Segnen der sogenannten "Bambinelli" ist eine besondere Tradition in Italien.

Die anwesenden Kinder bat der Papst: "Wenn ihr vor der Krippe betet - mit eurer Familie -, dann lasst euch von der Zärtlichkeit Jesu anstecken. Arm und zerbrechlich wurde er unter uns geboren, um uns seine Liebe zu schenken. Das ist das wahre Weihnachten." Ohne Jesus sei Weihnachten "ein leeres Fest". "Jesus ist das wahre Weihnachten", bekräftigte Franziskus mehrfach.

An seinem Geburtstag gratulierten dem Papst besonders herzlich auch die Kinder, die von der Hilfseinrichtung "Dispensario Pediatrico" in Santa Marta betreut werden. Der Papst hatte sie und die freiwilligen Helfer des Gesundheits- und Sozialzentrums am Sonntagvormittag in der Aula Nervi im Vatikan in einer privaten Audienz empfangen.

Es war sein fünfter Geburtstag, den Jorge Bergoglio als Papst feierte. Im vergangenen Jahr hatte Franziskus seinen 80. Geburtstag mit einem privaten Frühstück in Gesellschaft von Obdachlosen begangen, die er in seine Residenz Santa Marta eingeladen hatte. In der darauf folgenden Messe hatte er die teilnehmenden Kardinäle daran erinnert, dass "ein wenig Humor dabei hilft, weiter zu machen".

Am 17. Dezember 2015 hatte er mit den Jugendlichen der Katholischen Aktion gefeiert und sie dazu aufgefordert, nicht vom rechten Weg abzukommen, der durch Vergebung, Frieden und Solidarität gekennzeichnet ist.

Im Jahr davor fiel sein Geburtstag auf einen Mittwoch: bei der Generalaudienz kamen Hunderte von Tänzern zusammen, die auf dem Petersplatz einen Tango zu Ehren des Papstes aufgeführt haben.

Zu seinem ersten Geburtstag als Papst hatte Franziskus am 17. Dezember 2013 Obdachlose zu seiner Frühmesse eingeladen und anschließend gemeinsam mit ihnen das Frühstück eingenommen.

 

Gebet für nigerianische Ordensfrauen

Papst Franziskus hat sich am Sonntag beim Angelus-Gebet auf dem Petersplatz dem Aufruf der nigerianischen Bischöfe angeschlossen, die sechs Ordensfrauen freizulassen, die vor einem Monat nahe der Stadt Iguoriakhi entführt worden waren. "Ich bete inständig für sie und alle anderen Menschen, die sich in dieser schmerzlichen Situation befinden", so der Papst am Fenster des Apostolischen Palastes. "Mögen sie zu Weihnachten endlich nach Hause zurückkehren können." Spontan bat er die Menschen auf dem Petersplatz, mit ihm für die Ordensfrauen ein "Ave Maria" zu beten.


Die Schwestern, darunter drei Novizinnen, waren am 13. November durch bislang unbekannte bewaffnete Männer in ihrer Niederlassung in der Nähe von Benin City beraubt und anschließend verschleppt worden. Immer wieder kommt es in Nigeria zu Entführungen von Kirchenangehörigen. Hintergrund der Verschleppungen sind meist Lösegeldforderungen. Erst im vergangenen Oktober war der in Nigeria tätige italienische Missionar Maurizio Pallu nach einer Woche Gefangenschaft aus der Gewalt seiner Entführer befreit worden.
 

Freude, Gebet und Dankbarkeit

In seiner Ansprache beim Mittagsgebet am Sonntag ging Papst Franziskus auf das anstehende Weihnachtsfest ein. Um dieses wirklich angemessen feiern zu können, seien drei Dinge für Christen wichtig: Freude, Gebet und Dankbarkeit. Der Papst wies in diesem Zusammenhang auf die Lesungen am dritten Adventssonntag hin. Diese zeugten von dem Geist, mit dem es nun auf das Fest der Geburt Jesu zugehe.

In seinem ersten Brief an die Thessalonicher rufe Paulus die Christen auf: "Freut euch zu jeder Zeit!" Eine beständige Freude, auch wenn es im Leben nicht immer nach Wunsch laufe, bezeichnete der Papst als erste Grundhaltung des Christen. Der wichtigste Anlass für diese "ansteckenden Freude" sei Jesus. Er sei gekommen, den Menschen die Würde und die Freiheit der Kinder Gottes wiederzugeben.

Begründet sei diese Freude in Gott. Zu ihm sollten Christen beten, um eine dauerhafte und tragfähige Beziehung aufzubauen. Als dritte Grundhaltung hob der Papst die Dankbarkeit über den Ertrag und die Früchte von Gottes Gnade hervor.