Mittwoch 20. Mai 2026

Schnellsuche auf der Website

14.12.2017

Stift Klosterneuburg: 13 Millionen Euro für Hilfeleistungen

Chorherrenstift verpflichtet sich seit 2000 per Statut dazu, mindestens einen Zehntel seiner Wirtschaftsgewinne für soziale Aufgaben im In- und Ausland aufzuwenden.

Seit dem Jahr 2000 verpflichtet sich das Stift Klosterneuburg per Statut dazu, einen Zehntel seiner Wirtschaftsgewinne für soziale Aufgaben aufzuwenden. In Summe waren das in den vergangenen 17 Jahren mehr als 13 Millionen Euro, aufgeteilt in viele größere und kleinere Spenden. Zuletzt beliefen sich die jährlichen Summen dabei stets auf mehr als eine Million Euro. In der aktuellen Adventzeit hat Propst Bernhard Backovsky wieder eine Reihe von Geldbeträgen an verschiedene Initiativen übergeben, wie das Stift mitteilte.

 

So unterstützen die Klosterneuburger Chorherren u.a. Wiens mobiles Kinderhospiz und Kinderpalliativteam MOMO. Die Mitarbeiter bemühen sich, dass schwerst- und todkranke Kinder zu Hause bei ihren Familien bleiben können. Das MOMO-Team versorgt die betroffene Familien medizinisch und psychosozial. Das Angebot ist für die Familien kostenlos. MOMO finanziert sich ausschließlich durch private Spenden. Das Stift Klosterneuburg unterstützte 2017 bereits zum dritten Mal diese Einrichtung mit 10.000 Euro.

 

Gleich 25.000 Euro gingen auch heuer wieder an die Kindernothilfe Österreich, die damit ein Schutzhaus für sexuell missbrauchte Mädchen in Honduras unterstützt. In der Einrichtung "Querubines" in der honduranischen Hauptstadt Tegucigalpa erhalten rund 150 misshandelten und zur Prostitution gezwungenen Mädchen liebevolle Betreuung, medizinische Versorgung, psychologische Betreuung und eine Ausbildung. Das Stift Klosterneuburg unterstützt die Projekte der Kindernothilfe Österreich seit dem Jahr 2008.

 

Einen Scheck über 5.000 Euro gab es dieser Tage auch für die "Kinderburg Rapottenstein", eine österreichweit einzigartige Initiative des Roten Kreuzes Niederösterreich. Das Projekt ermöglicht schwer belasteten Familien mit chronisch kranken oder traumatisierten Kindern einen Aufenthalt auf der Burg Rapottenstein zur Erholung. Hier können sie Kraft und Energie für den weiteren Weg tanken. Das Team der Burg Rapottenstein arbeitet sehr eng mit Psychologen und Therapeuten zusammen, um im Bedarfsfall die notwendige Hilfe geben zu können.

 

Weitere 5.000 Euro überreichte Propst Backovsky an den Verein "Integrative Nachmittagsbetreuung an Pflichtschulen". Der Verein kümmert sich um Klosterneuburger Schulkinder mit besonderen Bedürfnissen, sowohl am Nachmittag, als auch an schulfreien Arbeitstagen und in den Ferien.

 

Das Stift unterstützt weiters u.a. auch ein Therapie- und Ausbildungszentrum für sexuelle missbrauchte Mädchen auf den Philippinen oder Straßenkinderprojekte in Pakistan; weiters auch Hilfsprojekte für Kinder und alte Menschen in Rumänien und Moldawien. Das Sozialstatut des Stiftes garantiert, dass mindestens zehn Prozent des Ertrages für soziale Zwecke aufgewandt werden. Tatsächlich sind es laut eigenen Aussagen aber wesentlich höhere Summen.

 

"Um das Christentum glaubhaft zu machen, bedarf es aktiver Werke der Nächstenliebe, in Österreich und weltweit ", so Propst Bernhard Backovsky in einer Aussendung.