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17.11.2017

Demokratie in Gefahr?

Der Katholische Akademiker/innenverband Österreichs will bei einer Tagung informieren und Mut machen.

 

 

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Jedes Ding hat zwei Seiten. So ist es auch bei der Globalisierung, sagt Anna Nöst, Präsidentin des Katholischen Akademiker/innenverbands Österreichs (KAVÖ): „Die Gefahr besteht hier darin, dass die Staaten ihrer Aufgabe nicht gerecht werden, den großen globalen Playern Grenzen zu setzen.“ Vor allem kleinere Staaten laufen dann Gefahr, zum Spielball großer Unternehmen zu werden.

 

Fake News und Consorten

Auch das Internet bietet Möglichkeiten, die zum Guten wie zum Schlechten genutzt werden können: Für Menschen, die sich über andere Medien kaum Gehör verschaffen können, bietet es große Chancen.

 

Gefährlich wird es dann, wenn das Internet systematisch genutzt wird, um zum Beispiel in politische Wahlkämpfe einzugreifen, „indem Fake News gebracht und Meinungen forciert werden“, erklärt Anna Nöst, „diese Manipulation ist höchst problematisch für unsere Demokratien“.  

 

Sehnsucht nach „Erlösung“

Als „fürchterliche Gefahr“ für demokratische Systeme bezeichnet Anna Nöst populistische Bewegungen. „Viele Menschen sind ratlos, frustriert, fühlen sich ohnmächtig.

 

Es  gibt eine Sehnsucht nach einer Art ,Erlösung‘. Politische Rattenfänger sprechen diese Sehnsucht an.“ Sie versprechen einfache Lösungen für komplexe Aufgaben – darin sieht Anna Nöst die größte Gefahr. „In der Welt sind wir aufgefordert, Widersprüche auszuhalten. Populistische Bewegungen gaukeln uns vor, wir könnten ein gutes, widerspruchsfreies Leben haben  – das wird’s leider nicht spielen.“

 

Zusammen stark werden

Der KAVÖ möchte bei seiner Herbsttagung auf die Gefahren hinweisen, die Politik zum Handeln auffordern und eine Plattform schaffen, wo man sich informieren und gegenseitig Mut machen kann.