Für eine bessere Unterstützung von Frauen im Schwangerschaftskonflikt, eine mehrtätige Bedenkzeit vor einem Schwangerschaftsabbruch und ein Verbot von Spätabtreibungen wird derzeit bei mehreren "Märschen fürs Leben" in den österreichischen Landeshauptstädten demonstriert.
Nach Veranstaltungen in Graz, Innsbruck, Salzburg, Linz, Klagenfurt und Dornbirn am 18. November folgt der "Marsch fürs Leben" am Samstag, 25. November in Wien. Begonnen wird um 13 Uhr mit einer Heiligen Messe in der Franziskanerkirche, der Weihbischof Franz Scharl vorsteht. Die Startkundgebung erfolgt dann um 14 Uhr am Franziskanerplatz, danach der Marsch durch die Innenstadt mit anschließender Jause.
"Wohl kein Österreicher empfindet Abtreibung per se als etwas Gutes. Oft führen aber Druck und fehlende Informationen über Hilfen zu den jährlich geschätzten 35.000 Abtreibungen in Österreich", so "Jugend für das Leben"-Sprecherin Myroslava Mashkarynets im Vorfeld der diesjährigen Aktion. Die mehr als 40 Jahre alte Fristenregelung müsse "komplett erneuert werden, um besten Schutz für Frauen im Schwangerschaftskonflikt und ihre Kinder vor der Geburt zu garantieren".
Die Marsch-Veranstalter treten für ein Österreich ein, "in dem jedes Kind willkommen ist" und fordern Maßnahmen von der Politik, damit sich Abtreibungen in Österreich erübrigen. "Viele Frauen fühlen sich alleingelassen und bereuen im Nachhinein ihre Entscheidung", so Mashkarynets. Keine Frau solle aufgrund von Umständen wie Zeitdruck oder psychische und materielle Not zur Abtreibung gedrängt werden.
Eine weitere Forderung der "Jugend für das Leben" ist die Abschaffung der eugenischen Indikation, die die Abtreibung von Kindern mit Behinderung bis zur Geburt ermöglicht. "Eltern, die ein behindertes oder schwer krankes Kind erwarten, muss durch sinnvolle Begleitmaßnahmen der Druck genommen werden, nicht das Kind", so Mashkarynets.
Der Verein "Jugend für das Leben" setzt sich für das Recht auf Leben von der Empfängnis bis zum natürlichen Tod ein. Der Verein wurde 1996 gegründet und 1997 von der Österreichischen Bischofskonferenz anerkannt.