Das internationale Caritas-Netzwerk beteiligt sich an den Hilfsmaßnahmen für die Erdbebenregion in Kurdistan (Iran und Irak). Der italienischen katholischen Nachrichtenagentur SIR zufolge kommen auch Beiträge aus der Kirche Italiens. So habe allein die Caritas der Diözese Bozen 15.000 Euro aus ihrem Katastrophenfonds zur Verfügung gestellt.
Mehr als 400 Menschen sind beim verheerenden Erdbeben in der Grenzregion zwischen Iran und Irak gestorben, tausende sind verletzt, mindestens hunderttausend Frauen, Männer und Kinder sind obdachlos. Die Nothilfe für die Bevölkerung im Iran und in den kurdischen Gebieten im Irak läuft auf Hochtouren.
Das Erdbeben mit der Stärke 7.3 hat ein großes, aber zum Glück dünn besiedeltes Gebiet verwüstet. Besonders betroffen sind Dörfer und Kleinstädte, in welchen die Häuser größtenteils mit Lehmziegeln erbaut sind. Mindestens 100.000 Menschen haben alles verloren und brauchen dringend Hilfe.
Die Caritas Diözese Bozen-Brixen versorgt in Zusammenarbeit mit dem internationalen Caritas-Netzwerk, Caritas Irak und der Kirche im Iran die notleidende Bevölkerung in den Katastrophengebieten mit Zelten, Lebensmitteln, sauberem Trinkwasser und Hygieneartikeln.
Auch christliche Gemeinden im Irak und im Iran beteiligen sich an Hilfsmaßnahmen für die vom Erdbeben am Sonntagabend, 12. November 2017 "betroffenen Brüder und Schwestern", berichtet die katholische Nachrichtenagentur "Fides". "Viele Christen spenden Blut, andere beten für die Opfer und ihre Angehörigen, für die Verwundeten und für diejenigen, die alles verloren haben", stellte der Nationaldirektor der Päpstlichen Missionswerke im Iran, Pfarrer Hormoz Aslani, fest.
Die am meisten betroffene Region im Iran liege um Kermanshah, "aber wir haben das Erdbeben im ganzen Land gespürt, und selbst in unserer Gegend in Urmia gab es Erdstöße in einer Stärke von 3,5", berichtete Pfarrer Aslani. Urmia ist ein traditionell christliches Gebiet.
Papst Franziskus hatte am Montag seine große Trauer über das "schwere Erdbeben" zum Ausdruck gebracht. Er versicherte allen "von dieser Tragödie Betroffenen" seine Verbundenheit im Gebet und erbat für alle, die Hilfe leisten, göttlichen Segen, Trost und Stärke.