Der Regensburger Bischof Rudolf Voderholzer hat am Montag, 6. November 2017 mit einer Delegation den emeritierten Papst Benedikt XVI. im Vatikan besucht. Dabei überreichte Voderholzer ihm ein Exemplar der "Regensburger Sonntagsbibel", wie es am Dienstag auf der Website der Diözese heißt. Sie enthält auf 960 Seiten die biblischen Lesungstexte aller Sonn- und Feiertage. Dazu kommen Kurzauslegungen aus dem Werk von Papst Benedikt XVI./Joseph Ratzinger. Illustriert ist die Ausgabe mit 240 Abbildungen von Kunstwerken aus den Kirchen, Kapellen und Museen der Diözese.
Mit dem 4,3 Kilogramm schweren Buch soll die Tradition der Hausbücher wiederbelebt werden. Die alten Ausgaben seien nach der neuen Leseordnung nach dem Zweiten Vatikanischen Konzil (1962-1965) unbrauchbar geworden. Bisher habe es nur kleinere Anläufe gegeben, diese Tradition wiederzubeleben. Die Regensburger Sonntagsbibel sei der erste große Versuch.
Benedikt XVI. erinnerte bei dem Besuch der elf Personen aus dem Redaktionsteam an seine Verbundenheit mit der Tradition der Hausbücher, da sein Vater ihm bereits am Samstagabend die Lesung des Sonntags vorgetragen habe. Der emeritierte Papst habe betont, wie schön diese samstagabendlichen Lesungen für ihn gewesen seien, so die Diözese Regensburg. Bischof Voderholzer sagte, dass in der Regensburger Sonntagsbibel Texte von Benedikt XVI. enthalten seien, zeige gleichermaßen dessen Liebe zur Heiligen Schrift und die Heimatverbundenheit.
Die Regensburger Sonntagsbibel wurde Mitte September vorgestellt. Mehr als 11.000 Exemplare signierte der Bischof per Hand, um sie an alle ehrenamtlichen Gottesdiensthelfer seiner Diözese zu verschenken. 2.000 Exemplare gehen an Priester, Diakone, Ordensleute und weitere hauptamtliche Mitarbeiter in der Seelsorge. Zum Preis von 29,95 Euro gibt es das im Verlag Schnell & Steiner erschienene Werk auch in den Handel. Für die Texte wurde erstmals die Ende 2016 veröffentlichte revidierte Einheitsübersetzung verwendet.