Neue Konzepte von Zeitsouveränität, die dem Einzelnen mehr Selbstbestimmung über seine Lebens- und Arbeitszeit geben sollen, sind am kommenden Dienstag, 7. November 2017, Thema einer Enquete im Sozialministerium, zu der die "Allianz für den freien Sonntag" einlädt. Unter dem Motto "Zeitsouverän oder flexibel?" sollen Vorteile derartiger Ansätze gegenüber einer weiteren Flexibilisierung zur Sprache kommen; auch soll die Bedeutung des freien Sonntags als sozialer Taktgeber und Indikator für den "Zeitwohlstand" einer Gesellschaft, sowie Formen solidarischer Gestaltung von Arbeitszeitpolitik zur Sprache kommen.
Teilnehmen wird an der Enquete u.a. Bundesminister Alois Stöger. In seiner Keynote wird er laut Ankündigung über die Arbeitspolitik sprechen. Ingrid Mairhuber vom Forschungsinstitut FORBA referiert über Zeitsouveränität, vom emeritierten Linzer Bischof Maximilian Aichern - selbst Gründungsmitglied der "Allianz für den freien Sonntag" - sowie vom "Allianz"-Sprecher Franz Georg Brandtner kommen Grußworte. Moderiert wird die Veranstaltung von der früheren Familienverbands-Vizepräsidentin Irene Kernthaler- Moser.
Viel Zeit ist bei der vierstündigen Veranstaltung für die Gesprächsgruppen vorgesehen, in denen es u.a. um Fragen wie die Fremd- und Selbstbestimmung bei der freien Zeiteinteilung geht, um das Arbeitsruhegesetz und die Verankerung des freien Sonntags darin, dessen Bedeutung für Familienleben und Partnerschaft, um zeitliche Rahmenbedingungen für freiwilliges Engagement in der Zivilgesellschaft, jedoch auch um Entgrenzungen im Zuge des neuen Arbeitens in der "Crowd" sowie um das Verhältnis von Enthierarchisierung und kollektiven freien Zeiten.