Ein Lied
aus der Feder des heiligen Alfons Maria von Liguori
Glorwürdige Königin, himmlische Frau,
milde Fürsprecherin, reinste Jungfrau.
Wende, o Mutter und Königin du,
deine barmherzigen Augen uns zu.
Mutter der Gütigkeit, Mutter des Herrn,
über die Himmel weit leuchtender
Stern. Wende, o Mutter und Trösterin
du, deine barmherzigen Augen uns zu.
Mutter in Todesnot, Mutter des Lichts,
wenn uns Verderben droht, fürchten wir
nichts. Wende, o Mutter und Schützerin
du, deine barmherzigen Augen uns zu.
Texte des Liedes „Glorwürdge Königin“
Gotteslob Nr. 963
November 2016: Erstmals in der knapp 300-jährigen Geschichte der Redemptoristen fand das Generalkapitel der Ordensgemeinschaft in Thailand statt. Kardinal Luis Antonio Gokim Tagle, Erzbischof von Manila, hielt die Exerzitien für die rund 100 Ordensmänner.
Er sprach davon, wie wichtig es sei den Menschen immer als Menschen zu sehen, nie als Problem. Und davon den Menschen in seiner Gesamtheit zu sehen, mit allem, was ihn ausmacht, was ihn beschäftigt, ihm zuzuhören und dann erst auf Basis dessen herauszufinden, was er braucht und wo seine Nöte liegen und entsprechend zu handeln.
„Besser hätte er die Thematik, die uns Redemptoristen leitet, die wir von unserem Ordensgründer dem hl. Alfons Maria von Liguori auf den Weg mitbekommen haben, nicht aufgreifen können“, sagt Pater Alfons Jestl CsSR.

Er ist Provinzial der Redemptoristen Provinz Wien-München und als solcher verantwortlich für Gemeinschaften in weiten Teilen Deutschlands und Österreichs.
Dem hl. Alfons Maria Liguori selbst sei es Zeit seines Lebens um das Wohl der Menschen gegangen, darum sie in ihrer Gesamtheit zu sehen, ihre Nöte zu erkennen und mit dem Evangelium, der frohen Botschaft darauf zu antworten. Und das habe er auch seinen Weggefährten stets auf den Weg mitgegeben. Wie etwa auch dem hl. Klemens Maria Hofbauer, der Stadtpatron von Wien, der sich zunächst der Straßenkinder in Warschau angenommen hat.
„Alfons selbst hatte eine ganz eigene Frömmigkeit, eine sehr spezielle Gottesbeziehung in der es viel um Schuld und Angst ging“, sagt P. Alfons Jestl.
Bei der Verkündigung des Evangeliums an seine Mitmenschen aber stellte er stets die Barmherzigkeit Gottes und die Kraft Christi als Erlöser in den Mittelpunkt. Auch die Gottesmutter Maria hatte für Alfons und die von ihm gegründete Ordensgemeinschaft eine ganz besondere Bedeutung. „Er wollte, dass die Menschen den Glauben als etwas Bereicherndes, etwas Hilfreiches und Schützendes sehen und vor allem auch spüren können“, sagt Alfons Jestl.
Heute ist der Orden in 75 Provinzen in Europa, Asien, Afrika, Nord- und Südamerika sowie Ozeanien gegliedert - in Europa „wie wohl überall“, wie P. Alfons Jestl betont, eher von Nachwuchssorgen geprägt, in Asien und Afrika hingegen „froh über den hohen Zuwachs und Zuspruch“.
Armut, Keuschheit und Gehorsam sind wesentlicher Bestandteil des Lebens der Ordensangehörigen. Gemeinsame Gebetszeiten prägen zusätzlich den Alltag – der Ordensgründer selbst war ein großer Dichter und hat viele Gebete und Liedtexte verfasst.
Die Redemptoristen betreuen Pfarren, führen Exerzitienhäuser, versuchen in all diesem Tun den Menschen eine Stütze zu sein.
„Unser Anspruch als Redemptoristen ist, dass immer etwas Neues kommt und man hellhörig und feinfühlig für die Anliegen der jeweiligen Zeit bleiben muss. Sich den neuen Herausforderungen zu stellen und sie auch zu erkennen, ist uns wichtig.“
Nach dem Charisma des hl. Alfons Maria von Liguori richten heute die Redemptoristen, aber auch die Redemptoristinnen ihr Leben. Redemptoristinnen gibt es in Österreich in Ried und Lauterach in Vorarlberg.
Die Redemptoristen in Österreich gehören zur Provinz „Wien-München“ mit Sitz in München. Neben Wien Hernals und Wien Maria am Gestade gehören auch noch Niederlassungen in Attnang-Puchheim, Eggenburg, Innsbruck, in München, Gars am Inn, Cham, Schönenberg/ Ellwangen und Würzburg, sowie Odense in Dänemark dazu.