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22.10.2017

Papst ruft am Weltmissionssonntag zur Glaubensweitergabe auf

Franziskus appelliert an Katholiken, "die Freude der Mission zu leben und das Evangelium in den eigenen Lebens- und Arbeitsbereichen zu bezeugen".

Papst Franziskus hat Katholiken zur Weitergabe ihres Glaubens aufgerufen. Er ermutigte seine Zuhörer beim sonntäglichen Angelusgebet auf dem Petersplatz, "die Freude der Mission zu leben und das Evangelium in den eigenen Lebens- und Arbeitsbereichen zu bezeugen". Anlässlich des "Sonntags der Weltmission" rief er zudem zur Unterstützung der Missionare durch Gebet und konkrete Taten auf. Er erinnerte daran, dass er den Oktober 2019 als weltweiten Gebetsmonat für die Mission begehen will.

 

Johannes Paul II. missionarischer Papst

Den Heiligen Papst Johannes Paul II. (1978-2005), dessen Gedenktag ebenfalls diesen Sonntag begangen wird, würdigte Franziskus als "missionarischen Papst". Der Weltmissionssonntag 2017 steht unter dem Motto "Mission im Herzen des christlichen Glaubens". Darauf bezog sich Franziskus auch in seinem an diesem Sonntag veröffentlichten Tweet: "Lasst uns heute daran denken, dass die Kirche ihrer Natur nach missionarisch ist: die Mission ist das Herz des christlichen Glaubens."

 

Franziskus besorgt über Lage in Kenia

Papst Franziskus hat nach dem Angelusgebet zum Gebet für Kenia aufgerufen. Aktuell verfolge er die Lage in dem ostafrikanischen Staat, den er 2015 besucht hatte, mit besonderer Aufmerksamkeit, sagte er am Sonntag auf dem Petersplatz. "Ich bete dafür, dass das ganze Land die aktuellen Probleme in einer Atmosphäre des konstruktiven Dialogs angehen kann und ihm dabei die Suche nach dem Allgemeinwohl am Herzen liegt", sagte Franziskus.

In Kenia gab es nach umstrittenen Präsidentschaftswahlen im August blutige Auseinandersetzungen, bei denen Menschenrechtlern zufolge mindestens 30 Menschen starben. Der Oberste Gerichtshof des Landes erklärte die Wiederwahl des bisherigen Amtsinhabers Uhuru Kenyatta für ungültig und ordnete eine Wiederholung der Wahl an. Zuvor hatte Oppositionsführer Raila Odinga Beschwerde gegen das offizielle Wahlergebnis eingelegt. Ob die für Oktober angesetzten Neuwahlen stattfinden, ist derzeit offen, da Odinga seine Kandidatur mit der Begründung, es habe sich nichts geändert, zurückzog.