Österreichs Parteien bekennen sich mehrheitlich zum verstärkten Ausbau der Entwicklungszusammenarbeit (EZA), nur die FPÖ hält sich diesbezüglich bedeckt. Das ergab eine im Vorfeld der Nationalratswahl von der Koordinierungsstelle der Österreichischen Bischofskonferenz (KOO) und haben dem Dachverband "AG Globale Verantwortung" durchgeführte Umfrage zu EZA und Humanitärer Hilfe. AG-Geschäftsführerin Annelies Vilim nannte es erfreulich, dass sich fünf von sechs Parteien (neben den jetzt im Parlament vertretenen Parteien wurde auch die Liste Pilz befragt) zu einer Erhöhung der EZA-Mittel und alle sechs zu einer Steigerung der Mittel für die Humanitäre Hilfe bekennen. "Daher gehen wir davon aus, dass sich dies auch im Regierungsprogramm niederschlägt."
Wie die Vertreterin entwicklungspolitisch und humanitär engagierter NGOs betonte, sei eine Aufstockung der finanziellen Mittel für EZA auf die vereinbarten 0,7-Prozent des Bruttonationaleinkommens und eine deutliche Erhöhung für die Humanitäre Hilfe Voraussetzung zur Bewältigung globalen Herausforderungen "und ein Schritt in eine friedliche und sichere Zukunft für alle Menschen".
"Um im Wahlkampffinish Zukunftsthemen in den Vordergrund zu stellen, nutzen wir die verbleibenden Tage, um die Antworten der Parteien zu präsentieren", kündigte Vilim an. Täglich werde ein Themenblock aufgegriffen, nach der EZA würden die UN-Ziele für Nachhaltige Entwicklung (SDGs), Klimaschutz und Menschenrechte folgen.