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29.09.2017

Ohne Geist keine Begeisterung

Weil der Heilige Geist Wunder vollbringt.

 

Die Herbsttage der Loretto-Gemeinschaft und der Erzdiözese Wien sind immer eine Wohltat: viele junge, begeisterte Menschen, die Gott loben und sich gemeinsam für ihre Sendung als Christen in der Welt stärken.


Diese Tage in der Kirche St. Florian in Wien IV. und im Dom sind nur ein Beispiel für die vielen Aufbrüche in der Kirche unserer Tage, die mit dem Heiligen Geist zu tun haben. Er ist ja ein bisschen die vergessene Person in der Dreifaltigkeit, den wir uns höchstens wie eine Taube vorstellen können, die ja allgemein kein besonders inspirierender Vogel ist.


Und in der katholischen Normalbiographie ist der Heilige Geist für die Firmung reserviert. Weil man da meist nicht viel spürt, bleibt der Glaube an den Heiligen Geist oft blass. Und in einer verkürzten Theologie klingt das dann so: Wir haben ja den Geist in der Firmung empfangen, wir müssen uns um ihn nicht mehr bemühen.

  • Warum aber betet man dann in der Pfingstsequenz: „Komm herab, o Heil’ger Geist, der die finstre Nacht zerreißt“?
  • Warum beten wir das „Veni creator spiritus“: „Komm Schöpfer Geist, kehr bei uns ein?“ 
  • Warum schreibt der Kirchenlehrer Bonaventura, dass der Heilige Geist alle, die es ersehnen, „bis ins Mark mit seinem Feuer entflammt“?

Weil der Heilige Geist Wunder vollbringt.

Er hat die Christen zum Singen gebracht, als sie im Kolosseum den Löwen gegenüberstanden. Er hat P. Maximilian Kolbe in der Todeszelle von Auschwitz die Hoffnung und Kraft gegeben, mit seinen Mitleidenden zu singen. Und er lässt die Menschen auf den Loretto-Herbsttagen vor Freude singen, in freierer Zeit.

 

Haben Sie sich schon einmal hingestellt, die Hände ausgebreitet und mit ehrlichem Herzen gesagt: „Komm, Heiliger Geist – ich ersehne Dich“?

 

Viele haben es schon getan – und was sie zu sagen hätten, würde den Rahmen des
SONNTAG sprengen.