Dienstag, 29. August 2017, fand im Stephansdom die alljährliche Messe zu Ehren des heiligen Fiacrius statt, dem Schutzpatron der Fiaker und Gärtner. Um 10 Uhr zog die Prozession ein, der Dom war traditionsgemäß mit Blumen geschmückt.
Dompfarrer Toni Faber dankte den Floristen und Gewerbetreibenden für ihr Kommen. Er gab ihnen auch nachdenkliche Worte zur Glaubenssituation und Bedrohungen mit auf den Weg: "So viele Christen werden heute in ihrem Glauben bedroht und getötet. Leider ist das eine Lawine, die kaum aufzuhalten scheint. Wir dürfen nicht ruhig sein, sondern müssen für unseren Glauben eintreten."
Zur Festmesse in den Stephansdom kam u.a. Gökhan Keskin, er ist zuständig für die Anliegen der Taxi- und Fiakerfahrer in der Wiener Wirtschaftskammer. Keskin bestätigte gegenüber dem Medienhaus der Erzdiözese Wien, dass die Zahl der Fiakerstände am Stephansplatz ab November anstatt 24 nunmehr 12 betragen wird und erläuterte zu den Umständen für die Pferde der Fiaker: "Wir haben das strengste Fiaker- und Pferdegesetz überhaupt weltweit." Die Pferde müssen unter anderem jeden zweiten Tag pausieren.
Gekommen in den Dom ist auch der "Prater Heinzi". Er war zunächst Pratergehilfe, später Casinobetreiber und schließlich Elektriker im Prater. Die "Praterlegende" trug eine der Fahnen bei der Prozession. Monika Burket von der Landesgartenbauvereinigung "Die Wiener Gärtner", die für den Blumenschmuc verantwortlich ist freut sich: "Heuer haben wir die Farbe rosa ausprobiert und ich muss sagen, es schmeichelt dem Dom sehr."
Bei der Prozession trugen die jeweiligen Berufsverbände ihre eigenen Fahnen: Die Gärtner, der Fuhrwerksverband und der Praterverband.