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17.08.2017

"Jugend Eine Welt": "Dort helfen, wo andere aufgeben"

Projekt-Partner der Hilfsorganisation halten in Krisengebieten "die Stellung" - Hilfsorganisation bittet um Spenden, um Nothilfe leisten zu können.

Anlässlich des UN-Welttages der humanitären Hilfe am 19. August hat die Hilfsorganisation "Jugend Eine Welt" dazu aufgerufen, "dort zu helfen, wo andere nicht vor Ort sind oder schon aufgegeben haben". Aktuell hielten Projekt-Partner von "Jugend Eine Welt" etwa in Sierra Leone, im Südsudan und in Syrien "die Stellung". Die Mittel der Hilfsorganisation seien allerdings "erschöpft", sagte Geschäftsführer Reinhard Heiserer am Donnerstag in einer Aussendung und bat gleichzeitig um Spenden.

 

Erdrutsch mit hunderten Toten in Sierra Leone

Nothilfe sei im Moment etwa im westafrikanischen Sierra Leone nötig. Dort habe ein "verheerender" Erdrutsch Anfang der Woche hunderte Tote gefordert. Hilfe benötigten vor allem Kinder, die beim Erdrutsch ihre Eltern verloren haben, so Heiserer. In einem von Don Bosco Fambul betriebenen Zentrum in der Hauptstadt Freetown, das von der Hilfsorganisation unterstützt wird, finden die Kinder Unterschlupf.

 

Hunger und Dürre im Südsudan

Dramatisch sei die Lage auch im Südsudan, der gezeichnet sei vom "blutigen" Bürgerkrieg, von Dürre und Hungersnot. Und auch dort hielten die Salesianer Don Boscos und die Don Bosco Schwestern "die Stellung". Die Schwestern betreiben an drei Standorten Schulzentren und nehmen geflüchtete Familien auf, die sie mit Lebensmittel und medizinisch versorgen.

 

Opfer von Raketen und Bomben in Syrien

In Syrien betreiben Don Bosco Schwestern "trotz aller Widrigkeiten des Krieges" das "Italienische Krankenhaus" in Damaskus. Viele Menschen seien durch Raketen und Bombenexplosionen schwer verletzt bzw. verstümmelt, schildert die Leiterin de Spitals, Sr. Anna Maria Scarzello, die Lage vor Ort.