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02.08.2017

Führungstor, Viertelfinale und Kreuzbandriss - Gott ist immer dabei

Die ÖFB-Teamspielerin Lisa Makas spricht über ihren Glauben, der ihr gerade in schwierigen Zeiten und bei Verletzungen Mut gibt.

 

 

Sie zeigt in Richtung Himmel. Ist mit Gott verbunden. Sie sagt Danke. Lisa Makas hat die österreichische Mannschaft gegen Frankreich in Führung gebracht, dem Viertelfinale einen Schritt näher.

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Gerade in solchen Glücksmomenten ist für Lisa vor allem eines wichtig: „Gott ist für mich einfach wie ein Vater, er ist der Schöpfer von uns allen. Gerade in solchen besonderen Momenten will ich ihm Danke sagen.“


Geboren wurde die 25-jährige Lisa Makas in Mödling und bekam schon früh von ihren Eltern mit, dass ihnen Religion Halt im Leben gibt: „Von Kindheit an wurde in meiner Familie der Glaube groß geschrieben. Mein Onkel ist bis heute im Pfarrgemeinderat. Wenn ich zu Hause bin, helfe ich ihm immer gerne in der Pfarre.“ Heute ist Lisa froh, dass sie ihre Eltern in dieser Hinsicht geprägt haben: „Ich finde, es ist wichtig, einen Glauben zu haben, einen größeren Sinn hinter allem zu sehen.“

 

Stift Heiligenkreuz, eine Umgebung die prägt

Mit 15 kam Makas als Lehrling in den Klostergasthof des Stiftes Heiligenkreuz im Wienerwald. Sie machte die Ausbildung zur Restaurant-Fachfrau: „Das war eine wunderschöne Zeit für mich. Ich durfte viele Menschen kennenlernen, die auch meinen Glauben weiter geprägt haben.“ Gerade die Gespräche mit dem Altabt Gregor haben Lisa sehr bereichert, wie sie sagt. 2007 hat sie dann sogar für Papst Benedikt XVI. gekocht, als er in Heiligenkreuz zu Gast war: „Es war beeindruckend, dabei gewesen zu sein. Gesehen habe ich den Papst aber leider nicht.“

 

Zur selben Zeit machte Lisa bereits mit ihrem fußballerischen Können auf sich aufmerksam: Mit 57 Toren wurde sie in der niederösterreichischen Gebietsliga Süd/Südost Torschützenkönigin.

 

Ich bin sehr gläubig

Schon seit damals ist der Profifußballerin der Kontakt nach oben ein Anliegen: „Ich bin sehr gläubig und habe vor jedem Spiel gewisse Rituale. Ich bete regelmäßig.“ Im Gebet denkt sie vor allem an ihren verstorbenen Onkel und ihre Großeltern. Wenn sie abends im Bett liegt, geht sie gerne in Gedanken den Tag durch und bringt ihn vor Gott: „Das sind die Momente, wo ich wirklich mit Gott spreche. Mein Glaube bietet mir einen Rückzugsort.“


Unglaubliche Freude und Erleichterung verspürt Lisa Makas nach dem Führungstor gegen Frankreich: „Das war das wichtigste Tor meiner Karriere, ein überragendes Gefühl.“ Nach zwei Kreuzbandrissen hat sie diesen Moment besonders genossen: „Das war wie die Belohnung für meine harte Arbeit.“ Gerade in der Zeit der Verletzung hat Lisa ihr Glaube Mut gemacht, nach vorne zu schauen, nicht aufzugeben.

 

Teamgeist

Ob in der österreichischen Nationalmannschaft oder ihrem Verein, dem MSV Duisburg: Für Lisa spielt der Teamgeist eine wichtige Rolle: „Ich regle Meinungsverschiedenheiten wenn möglich immer friedlich, ich bin keine, die gerne streitet.“ Lisa versucht in ihren Alltag christliche Werte zu integrieren: „Mir ist es wichtig, offen für alle Menschen zu sein, jeden so anzunehmen, wie er ist.“


Bei der EM war Lisa Makas für die österreichische Mannschaft bis zu ihrer Verletzung eine Schlüsselspielerin. Offen für weitere Erfolge ist sie aber weiterhin: „Die Wege, die Gott mir vorgibt, werde ich gehen, ob positiv oder negativ.“

 

Lisa schöpft aus ihrem Glauben Kraft. Für jedes Spiel und jede neue Herausforderung. Der Fingerzeig nach oben wird ihr Markenzeichen bleiben. Als Dank für das Leben und die Talente, die ihr Gott geschenkt hat.