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08.06.2017

Jugend Eine Welt: Oft Kinderarbeit in Alltagsgegenständen

Appell zu verantwortungsvollem Konsum anlässlich des "Welttages gegen Kinderarbeit" am 12. Juni.

Anlässlich des Welttags gegen Kinderarbeit am 12. Juni 2017 weist das Hilfswerk "Jugend eine Welt" darauf hin, dass in zahlreichen Produkten des täglichen Gebrauchs Kinderarbeit stecken kann und mahnt zu verantwortungsvollem Konsum. Konsumenten - insbesondere auch Großverbraucher wie Vereine, Kantinen oder Kirchengemeinden - sollten nach Möglichkeit zu Produkten aus fairem Handel greifen, so die Organisation am Donnerstag, 8. Juni 2017 in einer Aussendung.

 

Obwohl 193 Staaten, darunter Österreich, 2015 im Rahmen der Nachhaltigen Entwicklungsziele beschlossen haben, Kinderarbeit bis 2025 ein Ende zu setzen, würden immer noch mindestens 128 Produkte in 74 Ländern von Kindern hergestellt, oft unter lebensgefährlichen Bedingungen und mit minimaler oder keiner Bezahlung. So stecke etwa immer noch in vielen Nahrungsmitteln wie Schokolade und Zucker, in Textilien, Feuerwerkskörpern, Elektroartikeln und Spielwaren Kinderarbeit.

 

Dass es Alternativen gibt, zeigten Initiativen wie etwa "Fairtrade", die "Clean Clothes Kampagne" oder der Mobilfunk-Anbieter "T-Mobile", der Kunden die Möglichkeit bietet, ein "Fairphone" zu erwerben. "Für immer mehr Menschen ist heute das beste Produkt nicht jenes, das über die meisten Zusatzfunktionen verfügt und am meisten glänzt, sondern eines, das solide funktioniert, leicht reparierbar ist, günstige Einzelteile hat und sowohl ökologisch wie auch ethisch vertretbar ist. Entsprechende Initiativen sollten von allen Seiten gefördert und weiterentwickelt werden", so Reinhard Heiserer von "Jugend Eine Welt".

 

Die Hilfsorganisation fördert in zahlreichen Ländern schwerpunktmäßig Don Bosco-Projekte, die Kindern und Jugendlichen den Ausstieg aus missbräuchlichen Arbeitsverhältnissen ermöglichen und ihnen über Schul- und Berufsausbildung eine zweite Chance geben.