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Marlene Froehlichwww.LuxundLumen.com
06.06.2017

Weltberühmtes Rudolfs-Porträt ins Dom Museum Wien zurückgekehrt

Das Bildnis, ca. 1360 entstanden, gilt als ein Schlüsselwerk der europäischen Porträtmalerei.

Im Oktober ist es soweit: Das komplett neu gestaltete und modernisierte Dom Museum Wien am Stephansplatz wird unter der Leitung von Johanna Schwanberg eröffnet.

 

Die Vorbereitungen dazu laufen bereits auf Hochtouren. Die weltberühmten Kernbestände des Dom Museum Wien sind soeben zurückgekehrt. Im Zentrum steht das berühmte Bildnis Rudolfs IV., einer der wichtigsten historischen Schätze Österreichs, und das älteste bekannte wirklichkeitsnahe Porträt des Abendlandes.


Es wurde soeben in die neu adaptierte und auf den neuesten Stand gebrachte Schatzkammer des Dom Museum Wien übersiedelt, wo es ab 7. Oktober in seiner gepanzerten Klimavitrine zu bewundern sein wird.


Das Bildnis gilt als ein Schlüsselwerk der europäischen Porträtmalerei.

Entstanden ist es rund um 1360. Der Künstler ist unbekannt. Für die damalige Zeit völlig neu war die Ansicht des Gesichts von schräg vorne. Die Herrscherportraits der folgenden Jahrhunderte übernahmen dieses Vorbild.

 

Das Dom Museum Wien (ehemals „Erzbischöfliches Dom- und Diözesanmuseum“ der Erzdiözese Wien) wurde in den letzten Jahren von Grund auf umgestaltet, modernisiert und auf den neuesten museumtechnischen Stand gebracht. Das Design stammt vom international renommierten Architekten Boris Podrecca, der sensibel auf die vorhandene Struktur des denkmalgeschützten Gebäudes eingegangen ist.


Die Sammlungsbestände sind einzigartig: die historischen Schätze des Wiener
Stephansdoms und der Erzdiözese, Avantgarde-Klassiker aus der legendären Sammlung Otto Mauer, die im neuen Museum permanent integriert sein wird, und zeitgenössische künstlerische Positionen treten hier mit den BesucherInnen in einen inspirierenden, spannungsreichen Dialog.

 

Der zeitgenössische Umbau des historischen Gebäudes mit Blick auf den Stephansdom ermöglicht eine spannende Inszenierung und Gegenüberstellung von Alt und Neu.

 

Neben der Dauerpräsentation der historischen Objekte, werden sich jährlich zwei Sonderausstellungen mit aktuellen und relevanten Themen an der Schnittstelle von Gesellschaft, Religion und Kunst auseinandersetzen.

 

„Es hat mich ungemein berührt, als dieses herausragende Werk der Kunstgeschichte als erstes Porträt des Abendlandes in Dreiviertelansicht in all seiner Bescheidenheit und Bedeutsamkeit zugleich plötzlich vor mir lag.

 

Es hat darauf gewartet, in seine neue Heimat, eine Hochsicherheitsvitrine mit Blick zum Dom zu kommen.

 

Denn dieses Bildnis erzählt mir genauso wie die Grabhülle Rudolfs IV. viele Geschichten. Es lässt mich über diesen kühnen Herrscher, Rudolf IV, nachdenken, der so wichtig für die Geschichte Österreichs und den Ausbau des Stephansdoms war.

 

Und es lässt mich darüber nachdenken, welche Bedeutung Bilder für die Gesellschaft, für die Überlieferung von Geschichte und Religion haben.“

Johanna Schwanberg