
Den Begriff „permaculture“ prägte der Australier Bill Mollison. Er bedeutet so viel wie „nachhaltige Landwirtschaft“. Mollison (1928-2016) hatte beobachtet, dass sich großflächige Monokulturen negativ auf den Boden und auf die Biodiversität (biologische Vielfalt) auswirken. Er suchte daraufhin nach einer naturnahen Landwirtschaft.
Im Dienste einer australischen Forschungsorganisation beobachtete er Ökosysteme und lebte bei verschiedenen Naturvölkern. Dort lernte er den respektvollen Umgang mit der Natur und das Erkennen von Zusammenhängen in der Natur. Mit seinem Schüler David Holmgren verfasste Mollison zwei Bücher zur Permakultur.
1981 erhielt Mollison für sein Konzept der Permakultur den Alternativen Nobelpreis.
Mollison und Holmgren formulierten drei ethische Prinzipien, nach denen die Permakultur ausgerichtet ist:
1. Trage Sorge für die Erde.
2. Trage Sorge für die Menschen.
3. Teile fair und setze Grenzen für Konsum.
In ihrem hervorragenden Buch „Permakultur. Grundlagen und Praxisbeispiele für nachhaltiges Gärtnern“, soeben im Schweizer Haupt-Verlag erschienen, zeigen Christoph Bachmann, Eva Bührer und Kurt Forster die Grundlagen der Permakultur sowie deren weitreichenden ethischen Hintergrund auf.
Das Buch enthält zahlreiche Praxis-Beispiele mit Fotos und Grafiken, die zum Entwickeln von Permakultursystemen anleiten – vom Balkon über urbanes Klimagärtnern bis zur Permakultur am Bauernhof.
Mit diesem Buch bekommt man ganz große Lust auf Landwirtschaft.