„Die Kraft des Menschen ist das Gebet. Beten ist Atemholen aus Gott, Beten heißt sich Gott anvertrauen“, wusste der evangelische Theologe Dietrich Bonhoeffer.
Und der heilige Paulus fordert seine Gemeinden dazu auf, ohne Unterlass zu beten (Erster Brief an die Thessalonicher 5,17). Für uns Christen gehört das Gebet zu den Grundvollzügen der Existenz, wir Christen sind betende Menschen. Was aber, wenn in der heutigen Zeit das Beten eher schwer fällt? Wenn man nicht mehr weiß, worum und wie man beten soll?
Matthias Arnold und Philipp Thull haben dazu ein „Handbuch Gebet“ herausgegeben: „Theologie und Spiritualität des Betens“ (Herder-Verlag). Das Handbuch umfasst 35 Beiträge über den Wert und die Bedeutung des Gebets. Da ist für jeden und jede etwas dabei.
So wird im ersten Teil das „Gebet in der Heiligen Schrift“ vorgestellt, etwa „das Gebet Jesu“ sowie Beten und Gebet im Alten und Neuen Testament.
Im zweiten Teil („Das Gebet in der Theologie“) reicht die Palette vom „Schweigen als Gebet“ bis hin zum „Küssen als Gebet“.
Im dritten Teil werden „Formen des Gebets“ beschrieben, angefangen vom „Beten der Mystiker“ bis hin zum Rosenkranz.
Das „Gebet in der Praxis“ (vierter Teil) handelt vom „Weinen als Gebet“ bis hin zum „Beten lernen mit Kindern“. Teil fünf zeigt das Gebet in der christlichen Ökumene auf, Teil sechs bietet multidimensionale Zugänge zum Gebet.
Die kurzen Beiträge bieten neben den theoretischen Grundlagen meist auch Ermutigungen und Anstöße für die Praxis. Sehr empfehlenswert!