Die Ordensgemeinschaften in Österreich werben mit einem achtminütigen Video auf der Internet-Plattform "Youtube" für das Freiwillige Ordensjahr (FOJ) und ziehen dabei auch eine erste Bilanz über die seit dem Start im September 2016 gesammelten Erfahrungen. Das Projekt sei gut angenommen worden, resümierten die Ordensgemeinschaften in einer Aussendung am Gründonnerstag, 13. April 2017. Im Video sprechen vier Freiwillige über ihre Motive, sich für eine bestimmte Zeit einer Ordensgemeinschaft anzuschließen, und wie es ihnen dabei erging. Sr. Ruth Pucher, die FOJ-Initiatorin und -Koordinatorin sowie andere Mitwirkende präsentieren dieses Angebot für Menschen, die ihr Leben aus einer neuen Perspektive wahrnehmen wollen.
Pucher, eine Missionarin Christi, fungiert als eine Art "Partnervermittlerin", wie sie über ihren Versuch sagt, die richtige Gemeinschaft für Interessierte zu finden. Es gibt verschiedene Modelle, je nach Alter und beruflicher Situation. Die Aufenthaltsdauer variiert zwischen drei und zwölf Monaten. Oft sei es das Überdenken von Lebensentscheidungen, die Suche nach Gemeinschaft oder das Ziel, persönlich zu wachsen, was Menschen dazu bewegt, sich für ein Ordensjahr zu entscheiden.
Es gehe darum, Wege in die Zukunft zu suchen und zusammen mit Ordensleuten zu lernen, so die Aussendung der Ordensgemeinschaften. Die Freiwilligen nehmen am Ordensleben teil, ohne eine dauerhafte Verbindlichkeit einzugehen. Mit Ihren Erfahrungen bringen Sie neue Sichtweisen und frischen Wind in die Ordensgemeinschaften, Ordensleute und die Interessierten von außen lernen von- und miteinander, hieß es. Laut Ruth Pucher ist die Idee auch bereits in Deutschland "angekommen", dort werde ebenfalls an einer Umsetzung gearbeitet.