30 (+1) Jahre Tschernobyl - nein, es ist noch nicht vorbei" - diesen auf die anhaltenden Folgen der Reaktorkatastrophe vom 27. April 1986 hinweisenden Titel trägt eine Ausstellung, zu der die kirchliche ARGE Schöpfungsverantwortung und die Griechisch-Katholische Kirche der Ukraine (GKU) in die Katholische Hochschulgemeinde Wien einladen.
Anlässlich des Jahrestages werden in der Ausstellungswoche vom 24. bis 28. April 2017 Bilder ukrainischer Schüler gezeigt, die eindrucksvoll vor Augen führen, wie markant sich die europaweite Atom-Katastrophe auch in den Köpfen heutiger Jugendlicher niederschlägt.
Die Veranstalter hoffen, "dass mit der Ausstellung auch in Österreich die Brisanz der ständigen Bedrohung durch alte und wieder neu geplante AKWs bewusst bleibt und zum Widerstand motiviert", wie es in der Ankündigung heißt. Das GKU-Umweltbüro organisierte im Vorjahr den Schüler-Malwettbewerb "Die Katastrophe von Tschernobyl - 30 Jahre danach", an dem sich mehr als 1.500 Schüler aus verschiedenen Regionen der Ukraine beteiligten. 77 Bilder wurden für die Ausstellung ausgewählt, sie zeigen kreativ verarbeitete Betroffenheit, Angst und Sehnsucht.
Eröffnet wird die Schau am Montag, 24. April, um 11 Uhr in der Katholischen Hochschulgemeinde (Ebendorferstraße 8), an den Folgetagen ist sie jeweils von 10 bis 17 Uhr zugänglich. Am Tschernobyl-Gedenktag, 26. April, ist um 18 Uhr ein ökumenischer Gottesdienst in der Griechisch-Katholischen Kirche St. Barbara (Postgasse 8-12, 1010 Wien) geplant. Anmeldung erbeten unter pfarre@st-barbara-austria.org.