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07.04.2017

Drei Könige mit Erfolg und Tiefgang

Wachstum in die Tiefe

 

Vielleicht wundern Sie sich, dass im April hier etwas über die Sternsinger steht. Es gibt aber einen guten Grund: Die von der Katholischen Jung­schar verantwortete Dreikönigsaktion hat gerade Bilanz gezogen: 85.000 Sternsinger haben heuer 17,1 Millionen Euro für 500 Hilfsprojekte in 20 Ländern ersungen.

 

Seit Beginn der Dreikönigsaktion vor 63 Jahren wurden insgesamt 417 Millionen Euro für Menschen in Not gesammelt! Vier Millionen Menschen waren im Lauf der Zeit in Österreich aktiv beteiligt, als Sternsinger und Begleiter. Das heißt etwas, denn wie Kardinal Schönborn anlässlich der Bilanz gesagt hat: „Wer selbst Sternsingen war, bleibt davon auch geprägt.“ Auch ich war einer von den vier Millionen, und das mit der Prägung stimmt.


Und ich hätte sogar auch einen Vorschlag, wie die Sternsinger-Aktion ihre Wirkung glatt verdoppeln könnte. Die Idee kommt von einem Freund, und ich bringe sie hier nicht, um die Sternsinger zu beschämen, sondern gerade deswegen, weil sie ja schon jetzt Großartiges leisten: Wie wäre es, wenn die drei Könige und ihre Begleiter in jedem Haushalt, in dem sie den Segensspruch C+M+B an den Türstock schreiben, auch die kleine Frage stellen: „Gibt es etwas oder jemanden, für den wir beten können?“ – und das dann auch tun.

 

Das wäre Wachstum in die Tiefe. Viel von unserem Tun bietet Möglichkeiten dieses Wachstums, selbst die Dreikönigsaktion, die schon so beeindruckend in die Breite gewachsen ist. Dahinter steht immer die Frage: Was können wir tun, damit diese oder jene Begegnung mit der Kirche für die Menschen noch mehr zu einer Erfahrung des Heils wird, eben noch mehr in die Tiefe geht?


Und wer weiß: Vielleicht würde ein Gebet der Sternsinger manche so überraschend auf das Wesentliche verweisen, dass ihnen egal wird, ob denn einer der Könige schwarz geschminkt ist oder nicht.